207 Kinder mit den Förstern im Wald

Mit Fichtenzapfen versuchten die Kinder einen Kreis zu treffen, der auf einen Baumstumpf aufgemalt war.

KIERSPE ▪ Die Schulbank tauschten gestern insgesamt 207 Kinder der Grundschulen aus Kierspe und Rönsahl gegen den Wald.

Dort absolvierten sie einen rund eineinhalbstündigen Parcours. Die Waldschule des Märkischen Kreises, das Regionalforstamt Märkisches Sauerland des Landesbetriebs Wald und Holz NRW und der Lernort Natur hatten zu den mittlerweile elften Waldjugendspielen eingeladen.

Uwe Treff, Revierförster des Kiersper Gebiets, und Klaus Pokrandt, Revierförster des Rönsahler Gebiets, empfingen die Grundschüler klassenweise „Auf dem Lauseberg“ in Kierspe-Bordinghausen. Nach einer kurzen Einführung, wie sich ein Waldbesucher verhalten sollte und was zu unterlassen ist, schickte Treff die Jungen und Mädchen in Kleingruppen auf den Parcours. „Dabei geht ihr über Stock und Stein und bleibt nicht auf den befestigten Wegen“, warnte Treff die erwartungsvollen Kinder.

Und sogleich ging es auf zur ersten Station: Hier war ein Kreis mit etwa 40 Zentimetern Durchmesser auf einen Baumstamm gesprüht, den die jungen Teilnehmer mit Tannenzapfen aus fünf Metern Entfernung treffen mussten. Jeder hatte zwei Versuche, die Punkte wurden anschließend addiert.

Mit dem Laufplan fest in der Hand ging es zur zweiten Station, die schon abseits des befestigten Weges lag. Hier sollten die Kinder herausfinden, ob die Baumkrone der Fichte durch Windwurf oder Windbruch abhanden gekommen war. Da der Stamm noch stand, war diese Aufgabe für die Kinder aber kaum ein Problem.

Seit vier Jahren melden sich in Nordrhein-Westfalen mit Abstand die meisten Schüler aus dem Märkischen Kreis für die Waldjugendspiele an. Auch 2010 verzeichnete der Kreis wieder eine Rekordteilnehmerzahl, auf die Axel Dohmen, Waldschullehrer des Märkischen Kreises, zurecht stolz ist.

Bis etwa 13 Uhr waren die Kiersper Grundschüler auf dem Lauseberg unterwegs. Erstmals wieder mit dabei war auch die Servatiusschule aus Rönsahl, die als letzte startete. Die Auswertung übernehmen die Lehrer nun im Anschluss gemeinsam mit den Schülern, wenn sie wieder im Unterrichtsraum sitzen. Dann wird sich herausstellen, wie viele Punkte die Kiersper und Rönsahler im Wald ergattern konnten und ob sie auch die schwierigste Aufgabe – die Höhe eines Baumes mithilfe eines Stocks in der Hand zu bestimmten – richtig gelöst haben. Die Ergebnisse aller Klassen des Märkischen Kreises kommen dann in eine Verlosung, bei der es tolle Ausflüge der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ wie einen Tag im Landtag oder im Nationalpark Eiffel zu gewinnen gibt. ▪ isas

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