Kinder entzünden Feuer mit Fackeln in Linden

Das größte Kiersper Osterfeuer fand in Linden statt. Bevor es jedoch entzündet wurde, kamen die Kinder in einem Fackelzug zum Brennplatz. Dort war es ihre Aufgabe den Holzstoß zu entzünden. ▪

KIERSPE ▪ Unter einer Dunstglocke versank am Samstag die Stadt Kierspe. Osterfeuer waren der Grund und einige brannten schon am Samstagvormittag. Die größten Holzhaufen standen in Linden, auf Gut Bremecke und bei den Kleingärtnern an der Thingslindestraße.

Glück hatten die Organisatoren in diesem Jahr mit dem Wetter. Es war zwar kalt doch es blieb trocken. Dennoch lockte es weniger Kiersper als in den vergangenen Jahren nach draußen. Trotzdem hatten die Veranstalter alle Hände voll zu tun. Hier wurde Glühwein oder Bier bestellt, dort bildete sich vor den Grillwürstchen eine lange Schlange. Doch Hektik kam nicht auf. Alle hatten Zeit mitgebracht.

Auf Gut Bremecke war es die Familie Loskand, die zum Osterfeuer eingeladen hatte. Viele Eltern und Kinder schauten dem brennenden Feuer zu. So richtig lange hielten es die Besucher dieses Osterfeuers nicht aus. Schon gegen 20.30 Uhr waren wieder viele auf dem Weg nach Hause – es war einfach zu kalt.

Zu den Kleingärtnern waren wieder viele Anwohner der Thingslindestraße gekommen. Das Feuer und der Glühwein zum Wärmen wurde von den Besuchers dankend angenommen.Das Osterfeuer zog die Menschen magisch an.

Der Duft von Pommes Frites und Grillwürstchen vermischte sich mit dem von Glühwein und auch das Feuer hatte seinen typischen Geruch von verbranntem Holz und Tannengrün. Sehr schnell stand der Holzstoß in Flammen, als es um 19.30 Uhr angezündet wurde, denn das Holz war gut durchgetrocknet.

Das größte Kiersper Osterfeuer leuchtete von den Höhen von Linden über das Volmetal auf die andere Seite Kierspes.

Bevor es entzündet wurde, zogen die Kinder mit brennenden Fackeln vom Ortskern zum Brennplatz. Das machen sie seit etwa zehn Jahren. Bewohner von Linden waren zu dieser Zeit zu Besuch in Marienhagen in Hessen. Dort hatte die Feuerwehr mit den Kindern auch einen Fackelzug gemacht und diese Idee fanden die Lindener so gut, dass diese übernommen wurde. Das Osterfeuer in Linden selbst gibt es seit Mitte der 50er Jahre. Damals kam der Lehrer Horst Stute nach Linden und rief die Landjugendgruppe ins Leben. Mit einigen Jahren Unterbrechung organisieren die Lindener seither das Osterfeuer, seit 1984 macht das der Fußballverein.

Das Osterfeuer selbst entzündeten die Kinder mit ihren Fackeln. Es dauerte eine Weile, bis die Flammen meterhoch in den Himmel schlugen. Auch dort suchten die Kiersper die Nähe des Feuers, das auf sie eine Faszination ausübte und zudem auf der zugigen Höhe wärmte. ▪ GeG

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