Motorradveteranen-Rundfahrt des KRC mit 92 Startern

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Mit Oldtimern verbinden sich Geschichten, das war auch bei dieser BMW R75/5 von 1973 so.

Kierspe - Die Motorradveteranen-Rundfahrt hat Tradition. Bereits zum zwölften Mal richtete der Kiersper Rallye-Club am Samstag die Fahrt „Durch das Märkische Sauerland“ aus.

Zugelassen waren Motorrad-Oldtimer bis zum Baujahr 1985 und Youngtimer bis 1995. Bei der Motorstärke gab es keine Grenzen, vom Mofa aufwärts war alles erlaubt, einige Gespanne waren ebenfalls dabei.

92 Fahrerinnen und Fahrer hatten sich bis Nennschluss angemeldet, davon 68 für die tourensportliche Ausfahrt. Sie mussten zusätzliche Prüfungen absolvieren, die am Ende in die Pokalwertung eingingen.

Am Samstagmorgen trafen sich Fahrer und Veranstalter am Autohaus Knabe, Start und Ziel der diesjährigen Rundfahrt. Aus Kierspe war diesmal kein Fahrer dabei, so blieb es Daniel Sauer und Max Minke aus Meinerzhagen überlassen, die Region zu vertreten. Die beiden waren zwar die jüngsten Fahrer, mit mehreren Teilnahmen aber auch schon wettbewerbserprobt. Sauer fuhr eine Hercules Prima 5, Baujahr 1989, Minke war mit einer Hercules Optima 3 von 1981 dabei.

Die anderen Fahrer kamen aus ganz Deutschland, viele waren schon am Vorabend angereist. Zu ihnen gehörte auch Hinrich Rypke aus Kölln-Reisiek bei Pinneberg. Mit 82 Jahren war er nicht nur der älteste Fahrer, sondern fuhr auch das älteste Motorrad, eine BMW R 42, Baujahr 1927.

Vier Stunden Fahrzeit vorgegeben

Die Ausfahrt führte auf Nebenstrecken an Halver und Lüdenscheid vorbei bis Richtung Altena, mit einer Mittagspause in Mesekendahl bei Schalksmühle. Das Tempo war dabei mäßig, für die gut 100 Kilometer lange Strecke hatten die Veranstalter vier Stunden Fahrtzeit vorgegeben.

Die Organisatoren hatten zwar eine durchgängig asphaltierte Strecke ausgewählt, trotzdem bangte so mancher um seine betagte Maschine. Die werden ohnehin nur für Wettbewerbe und Ausfahrten aus der Garage geholt – die Fahrer fürchten den Verschleiß. Denn je älter ein Fahrzeug wird, desto schwieriger wird auch der Nachschub an Ersatzteilen. Als Henrich Rypke vor einiger Zeit für seine Maschine zwei Ersatz-Kolben benötigte, wurde der Händler in Australien fündig. Unter solchen Bedingungen stellen sich viele Fahrer selbst an die Werkbank und richten die jeweiligen Ersatzteile für ihre Zwecke her.

Nach einer kurzen Einführung durch Fahrleiter Harald Zawadzki und den KRC-Vorsitzenden Bodo Schäfer war es dann soweit: Annähernd im Minutentakt passierten die Fahrer den Start vor dem Autohaus Knabe. Für die tourensportliche Gruppe war der erste Zwischenstopp schon 200 Meter weiter. Auf dem Parkplatz an der Waldheimstraße war ein Parcours markiert, auf dem die Gleichmäßigkeitsprüfung stattfand. Von dort aus ging es dann weiter, den Padberg hinauf und auf die Strecke.

Die Sieger im Überblick:

Klasse 12 (Baujahr 1919 bis 1930): Michael Meyer aus Frankfurt am Main (Fahrzeug: Monet & Goyon G, Bj. 1929)

Klasse 13 (Bj. 1931 bis 1945): Bernd Stinski aus Hechthausen (Zündapp KS 600, Bj. 1939)

Klasse 14 (Bj. 1946 bis 1960): Hans-Heinrich Lüdemann aus Ahausen (BMW R 51/3, Bj. 1952)

Klasse 15 (Bj. 1961 bis 1970): Peter Harms aus Schenefeld (Honda CB 72, Bj. 1965)

Klasse 16 (Bj. 1971 bis 1985): Heiner Allers aus Kiel (Honda CB 125 J, Bj. 1978)

Klasse 17 (Bj. 1985 bis 1995): Günter Spindeler aus Breckerfeld (Piaggio Hexagon, Bj. 1995)

Klasse 18 (Fahrer bis 21 Jahre, Fahrzeuge bis 50 cm3): Max Minke aus Meinerzhagen (Hercules Optima 3, Bj. 1981)

Gesamtsieger: Hans-Heinrich Lüdemann aus Ahausen (BMW R 51/3, Bj. 1952)

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