Einsatz gegen die Einsamkeit

Silvia Sgobio und Maria Aal sind Kierspes Seniorenbeauftragte

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Neue Seniorenbeauftragte in Kierspe: Silvia Sgobio und Maria Aal.

Kierspe – Wer Hilfe benötigt, sich über Treffs sowie Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebote oder alles andere, was Senioren interessieren könnte, informieren möchte, kann dies auf schnellem Weg – per Telefonanruf – tun: Die Seniorenbeauftragten der Stadt Kierspe geben gerne Auskunft.

Bei den Seniorenbeauftragten hat sich vor einigen Wochen eine personelle Änderung ergeben. Sigrid Lauterjung und Dolores Baumgarth-Meyer – die 14 beziehungsweise 9 Jahre Ansprechpartner für die Kiersper Senioren waren – haben die Aufgabe in die Hände von Silvia Sgobio und Maria Aal gegeben. Die beiden sind derzeit noch dabei, sich zu informieren, sowie Gruppen und Einrichtungen zu besuchen – um dann einmal Angebote für die älteren Kiersperinnen und Kiersper unterbreiten zu können.

Ebenso werden sie an zwei Seminaren teilnehmen, bei denen der Datenschutz und die allgemeine Beratungstätigkeit im Mittelpunkt stehen werden. Darüber hinaus würden aber auch jederzeit Oliver Knuf und Ulrich Fülber vom Sozialamt sowie Manuela Lellwitz, Vorsitzende des Seniorenbeirats, zur Verfügung stehen, wenn sie Fragen hätten, betonen die beiden Seniorenbeauftragten.

„Ich möchte nicht nur Zuhause sitzen und auf Anrufe warten“, sagt die neue Seniorenbeauftragte, die als Betreuerin im Familienhaus in Kierspe tätig ist, sich also mit Senioren auskennt. Für Silvia Sgobio war es daher auch keine Frage, sich als ehrenamtliche Kraft anzubieten, als sie in der Meinerzhagener Zeitung las, dass neue Seniorenbeauftragte gesucht werden. Und sie brachte gleich ihre Stellvertreterin mit, denn sie hatte Maria Aal gefragt, ob sie das nicht zusammen machen sollten.

Die beiden wissen natürlich, dass nicht wenige Senioren in Einsamkeit leben und daher für Abwechslung dankbar sein würden. Dies habe die neue Seniorenbeauftragte erfahren, so erzählt sie, als sie ihr Soziales Jahr absolviert hat. Daher wollen Sgobio und Aal die älteren Menschen kennenlernen und ihnen Abwechslung bieten. Das könne ein regelmäßiges Vorlesen sein, zusammen spazieren gehen, aber auch Spielnachmittage oder andere Treffen sein.

Beide wissen aber ebenso, dass es nicht selten schwierig ist, an die Menschen heranzukommen, sie zu bewegen, an Treffen oder anderen Aktionen teilzunehmen. Denn die Menschen hätten durchaus noch Ansprüche, seien stolz und würden Hilfen nicht annehmen. Aus diesem Grund wollen sie auf die Menschen zugehen und gleichzeitig erfahren, welche Angebote es bereits in Kierspe gibt. Räume, um etwas anbieten zu können, gebe es genug. Zudem denken Silvia Sgobio und Maria Aal darüber nach, eine regelmäßige Sprechstunde einzuführen.

Natürlich bleibt es dabei, dass die beiden Seniorenbeauftragten über Hilfsangebote innerhalb von Kierspe und Umgebung, über Beratung (Pflege, Rente et cetera) im Rathaus, über Angebote von Seniorentreffs, Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebote, Wohnen im Alter sowie Pflegedienste und -heime informieren und gegebenenfalls auch vermitteln. Und wer etwas über Essen auf Rädern, Hausnotrufsysteme und das Soziale Bürgerzentrum Hand in Hand erfahren möchte, kann sich ebenfalls an die Seniorenbeauftragten wenden. Außerdem wollen die beiden ehrenamtlich tätigen Frauen Möglichkeiten aufzeigen, wo und wie man aktiv werden und sich engagieren kann. Schließlich können Menschen in Krisensituationen Hilfe bei Maria Aal und Silvia Sgobio erhalten.

Dazu gehöre, dass man sich Vorhandenes ansieht. Bei der Tafel seien sie schon gewesen, auch in den beiden Senioreneinrichtungen. Auf der Liste steht aber unter anderem noch der Seniorentanztee. Die Seniorenbeauftragten sind unter der Rufnummer 0 23 59/61 29 zu erreichen; dort könne auch ein persönlicher Gesprächstermin vereinbart werden.

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