Verein "Kinder von Tschernobyl" beklagt wochenlange Verzögerungen beim Hilfstransport

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Spielzeug ist bei den Kindern in der Ukraine besonders willkommen.

Kierspe - Der jüngste Hilfstransport des Vereins Kinder von Tschernobyl nach Wyschgorod ist im Dezember erst nach langer Wartezeit abgegangen. Davon berichtet Helmut Willnat, Schriftführer des Vereins und zuständig für die Transporte.

Die neue Regierung der Ukraine kämpfe sehr gegen die Korruption im Lande, aber das habe anscheinend dazu geführt, dass das Ministerkabinett mit der Abarbeitung der Aufgaben nicht mehr hinterherkam. „Die Hilfstransporte vieler Organisationen standen still und konnten erst mit wochenlanger Verzögerung abgehen. Zum Glück kam unser Transport noch deutlich vor Weihnachten in Wyschgorod an und die Verteilung der Hilfsgüter konnte sofort beginnen“, berichtet Willnat weiter.

Nun ist das Lager der heimischen Hilfsorganisation wieder aufnahmebereit und die Gruppe sammelt am Samstag, 1. Februar, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in Kierspe, Vorth 2, wieder gute gebrauchte Kleidung, Schuhe, Wäsche, Fahrräder, Matratzen und Spielzeug. Der nächste Transport ist für das späte Frühjahr geplant und wird nach Bila Zerkwa gehen, wo eine Kirchengemeinde die Spenden verteilen wird.

„Wir sind froh, hier einen organisatorisch fähigen Partner gefunden zu haben, der den bedürftigen Menschen hilft, egal, ob sie den Gottesdienst besuchen oder nicht“, freut sich Willnat. Der Verein hofft, dass die neue Ampelanlage für den Bahnübergang Sankel den Anlieferverkehr nicht zu sehr behindere. „Einer der Masten ist für unsere Spender ungünstig platziert, sodass die verfügbare Parkfläche reduziert ist“, so Helmut Willnat.

Außerdem müsse sich zeigen, wie sich die Ampelschaltung bei Durchfahrt des Regionalbahnzuges auf die Anliefersituation auswirken werde. Der Verein Kinder von Tschernobyl bittet daher alle Spender um Geduld und Umsicht, damit Unfälle und unnötige Behinderungen auf der Bundesstraße vermieden werden.

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