Louvrette: Ausgezeichnete neue Verpackung

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Vom Deutschen Verpackungsinstitut wurde die Kiersper Firma Louvrette mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet. Geschäftsführer Fabian Erlhöfer (links) nahm den Preis gemeinsam mit seinem Vater Gerd entgegen.

Kierspe - Die Dosis macht das Gift. Doch auch, wenn es nicht ums Gift geht, kann die Dosierung entscheidend sein. Beispielsweise bei der Kosmetik.

Und wenn jetzt immer mehr Öle und Seren Verwendung finden, stehen die Hersteller vor dem Problem, dem Kunden eine Verpackung anzubieten, die das richtige Dosieren ermöglicht. Wobei „stehen“ nicht mehr richtig ist – denn seit die Firma Louvrette den „Cosmetic Dropper“ entwickelt hat, gibt es eine Lösung, die die bisher verwendete Pipette wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten erscheinen lässt.

Ein leichter Druck auf den Ausgießer bei geneigter Flasche ermöglicht es, genau die Flüssigkeitsmenge zu entnehmen, die gewünscht ist. Hat man die Flasche einmal benutzt, erscheint es unbegreiflich, dass es diese Art der Dosierung nicht schon lange gab. Doch, dass sie neu ist, bestätigen nicht nur die Patentämter, die für einen Schutz in Europa und den USA sorgen, sondern auch die Jurymitglieder des Deutschen Verpackungsinstitutes, die den Deutschen Verpackungspreis vergeben. Denn mit diesem Preis wurde Louvrette in der Kategorie „Funktionalität und Convenience“ ausgezeichnet. „Für uns ist der Preis wichtig, da wir mit ihm werben können, denn zeigt er doch, dass Verpackungsspezialisten unsere neuartige Droppervariante für außergewöhnlich, aber auch innovativ halten“, erklärt Louvrette-Geschäftsführer Fabian Erlhöfer. Doch letztlich entscheidet nicht die Fachjury, ob der neue Dosierer eine Chance hat, sondern die Kunden von Louvrette. Und diese Kunden kommen aus nahezu der gesamten Kosmetikindustrie, die in Europa und Nordamerika zu finden ist.

Die Firma Louvrette bekam den Deutschen Verpackungspreis für ihre neue Verpackung, den „Cosmetic Dropper“.

Das Unternehmen an der Osemundstraße hat sich darauf spezialisiert, seinen Kunden ganze Verpackungsserien für deren Kosmetik- und Pflegeproduktreihen anzubieten. Egal ob Creme oder Lotion, bei Louvrette sollten die Kunden die richtige Verpackung in Form eines Tiegels oder einer Flasche finden. Und durch die gewünschte Dekoration und farbliche Gestaltung wird aus den einheitlichen Verpackungen ein ganz individuelles Produkt des Kosmetikherstellers.

„Mittlerweile finden immer mehr niedrigviskose Produkte wie Öle oder Seren ihren Weg in die Kosmetikindustrie. Da bot sich bisher für die Dosierung nur die Pipette an. Da diese jedoch, wie auch die Flasche in der sie steckt, üblicherweise aus Glas sind, war sie für unsere Produktion nicht geeignet“, erinnert sich Fabian Erlhöfer an die Überlegungen, die letztlich in einem ganz neuen Produkt endeten.

Es war der Vater des Geschäftsführers, der sich an die Entwicklung der Verpackung machte, die nun als „Cosmetic Dropper“ ihren Weg in die Abfüllanlagen der Hersteller finden soll. Doch das, was Gerd Erlhöfer „ablieferte“, war nichts weniger als ein ganz neuer Weg der Dosierung, erlaubt die neue Verpackung doch sowohl die Abgabe einzelner Tropfen als auch die eines feinen Strahls. „Allerdings muss der Anwender dazu eine neue Geste lernen. Da werden die Hersteller wohl zum Beispiel in der Umverpackung eine Anleitung in Form eines Piktogramms beilegen müssen“, erklärt Fabian Erlhöfer. Und in dieser neuen Geste könnten die Kosmetik-Hersteller eine Hürde sehen.

Das sei bei der Fachmesse „Luxe Pack“ Anfang Oktober in Monaco deutlich geworden. Nicht zuletzt angelockt vom Verpackungspreis, zeigten die Unternehmen aber großes Interesse an dem neuen Produkt.

Geschäftsführer Fabian Erlhöfer zeigt die Anwendung des „Cosmetic Droppers“.

Erlhöfer rechnet damit, dass die Produktion Ende des kommenden Jahres anlaufen wird. Vorher müssen noch entsprechende Serienwerkzeuge gebaut werden. Der „Cosmetic Dropper“ fügt sich von seiner Formensprache in die schon bestehenden Produktreihen „Made by Louvrette“ ein. Es muss allerdings noch endgültig entschieden werden, in welchen Größen die neue Verpackung auf den Markt kommt. Nach jetziger Planung werden es wohl „Fläschchen“ in den Größen 30 und 50 Milliliter. Fest steht dagegen die Menge, die ein Kunde mindestens abnehmen muss, wenn er sich für den Dosierer entscheidet – 10 000 Stück.

Dafür werden aber auch gerade die ersten eine Verpackung haben, die sich nicht nur deutlich von den Pipetten der Konkurrenz unterscheidet, sondern auch ein Produkt verkaufen, das in seiner Anwendung deutlich hygienischer ist als andere, da keine Pipette nach einem Hautkontakt zurück in die Flasche gesteckt werden muss.

Erlhöfer denkt aber auch weiter. Kann er sich doch auch gut vorstellen, dass die Verpackung aufgrund ihrer einfachen Anwendung (nur eine Hand ist erforderlich, bei der Pipette sind es zwei) auch in technischen Zusammenhängen Anwendung findet.

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