Gesamtschule als Partner der neuen Sekundarschule

Die Gesamtschule bietet sich als Kooperationspartner für die neue Sekundarschule in Meinerzhagen an. Der Kiersper Stadtrat erteilte das Einvernehmen zur Einrichtung der neuen Schulform in der Nachbarstadt auch nur unter dieser Bedingung.

KIERSPE ▪ Der Stadtrat erteilte das Einvernehmen zur Einrichtung der Sekundarschule in Meinerzhagen nur unter der Bedingung, dass eine Kooperation mit der Kiersper Gesamtschule in der Konzeption der neuen Schulform der Nachbarstadt Berücksichtigung findet.

Die Stellungnahme aus Kierspe wurde angefordert, um möglichst einen regionalen Konsens zu erreichen. Die interkommunale Abstimmung ist eine Voraussetzung im Antragsverfahren für die Sekundarschule.

Mit diesem Beschluss wendet sich der Rat klar gegen die bisherige konzeptionelle Planung in Meinerzhagen, nur Kooperationen mit dem Gymnasium in Meinerzhagen und den Berufskollegs des Märkischen Kreis in Lüdenscheid einzugehen. Allerdings hat die Stadt Meinerzhagen mittlerweile bereits signalisiert, den politischen Entscheidungsgremien einen entsprechenden Vorschlag für eine spätere Kooperation auch mit der Gesamtschule vorlegen zu wollen. Der Rat der Nachbarstadt wird über die Einrichtung der Sekundarschule abschließend im Dezember beraten und entscheiden.

Geplant ist in Meinerzhagen eine dreizügige Schule mit rund 75 Kinder pro Jahrgang. Daher ist davon auszugehen, dass weiterhin auch Schüler aus der Nachbarstadt zur GSK gehen können. Bislang wurden immer 50 bis 60 Meinerzhagener Kinder im fünften Jahrgang der GSK aufgenommen. Rund 500 Meinerzhagener Kinder, darüber berichtete Gesamtschulleiter Johannes Heintges, als er in der Ratssitzung gehört wurde, gingen in der Vergangenheit zur Gesamtschule und etwa 400 Kiersper Kinder an eine der Meinerzhagener Schulen, vor allem Gymnasium und Realschule, aber auch an die Förderschule.

Grundsätzlich wird von der Gesamtschule die Einrichtung der neuen Sekundarschule in Meinerzhagen begrüßt, weil es sich ebenfalls um eine integrative Schulform handelt, bei der die Schüler nicht sofort auf einen bestimmten Weg und Schulabschluss festgelegt sind. Im Grunde stellt sie, wie man sagt, eine Gesamtschule light dar, da sie der gleichen Konzeption folgt, nur keine Oberstufe hat. Genau aus dem Grund muss sie für die Schüler, die das Fachabitur oder auch das Abitur machen wollen, mit einer anderen Schule kooperieren. Dafür bietet sich natürlich vor allem die Gesamtschule an, weil beide Schulformen am ähnlichsten sind.

Johannes Heintges informierte, dass sich die Schulkonferenz als oberstes Gremium der GSK intensiv mit dem Thema befasst habe. „Wir begrüßen, dass auch in Meinerzhagen eine integrative Schulform gegründet wird, und wir würden gerne Kooperationspartner der neuen Sekundarschule werden“, konstatierte er. Die Gesamtschule würde es begrüßen, wenn geklärt werden könnte, dass die Schüler, die weitermachen wollen, wie bislang im Fall der Realschule weiterhin zum Gymnasium wie auch zur Gesamtschule gehen können.

Seitens der Bezirksregierung in Arnsberg verlautete inzwischen, dass es problemlos noch möglich wäre, die GSK als Kooperationspartner nachzumelden.

Rolf Haase

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