„Baustellenmarathon“: Sieben Straßen in zehn Wochen

Schlaglöchern in den Straßen in Kierspe soll der Garaus gemacht werden. Unser Foto zeigt Schäden in der Bachstraße.

Kierspe - In den nächsten zehn Wochen wird im Kiersper Stadtgebiet ordentlich gebuddelt. Hintereinander weg werden in sieben Straßen Bautrupps anrücken und den Schlaglöchern sowie Rissen in der Asphaltdecke den Garaus machen. Teilweise soll die komplette Fahrbahn entfernt und von Grund auf neu aufgebaut werden.

Von Martin Meyer

Nach langer Planung kann es nun endlich los gehen – bei regelmäßigen Ortsterminen hat sich Wolfgang Schäffler, Leiter des Baubetriebshof, ein Bild vom Zustand der Straßen machen können. In zahlreichen Besprechungen mit dem Leiter des Sachgebiets Straßenbau, Tief- und Kanalbau, Karsten Seil, wurde ein straffer Zeitplan erstellt, um die Schäden zu beseitigen. Gearbeitet werden soll demnach innerorts in der Windfuhr, in der Volmestraße, im Gewerbegebiet Wildenkuhlen (Osemundstraße), in der Thingslindestraße und in der Bachstraße sowie außerorts in der Friedrich-Ebert-Straße (L528) und auf einem Wirtschaftsweg zwischen den Ortlagen Becke und Haustätte.

Der Startschuss für den „Baumarathon“ fällt am 10. Juni, in der Straße Windfuhr. „Wir werden vor Ort sein und die betroffenen Anwohner ansprechen. Auch die Baufirma wird Flugblätter mit Informationen zur Parkplatzsituation verteilen“, sagt Karsten Seil. Es soll zunächst auf einem Teilstück von rund 170 Metern die Asphaltschicht abgefräst werden. Erst wenn auch die Asphaltierungsarbeiten auf der nächsten Baustelle in der Volmestraße (Kreuzung B54/Kölner Straße) anstehen, wird die zuständige Baufirma „Straßen- und Tiefbau Kirchhundem“ auch in der Windfuhr eine neue Deckschicht auftragen. Die beiden Baumaßnahmen sollen in einer Woche abgeschlossen sein.

Weiter geht es in einer Woche im Gewerbegebiet Wildenkuhlen. Dort wird die Osemundstraße vom sogenannten „Heiratswäldchen“ in Richtung Waldheimstraße in zwei Bauabschnitten auf rund 230 Metern erneuert. Der Leiter des Straßenbauamtes weist daraufhin, dass diese Maßnahme eine Beitragspflicht bei den Grundstücksbesitzern auslöse. „Anteilig müssen sich die Eigentümer an den Baumaßnahmen beteiligen“, erklärt Seil. Man werde mit den Betroffenen sprechen, damit es möglichst wenige Beeinträchtigungen für die Firmen gibt. Die Osemundstraße ist auf dem Teilstück für vier Wochen nur einspurig befahrbar. Eine Ampel wird aufgestellt.

In der Thingslindestraße (vom Bördinghauser Weg bis zur Straße Zu den Kleingärten) wartet in zwei Wochen auf die Bauarbeiter ein dicker Brocken. Auf rund 800 Metern soll hier die Fahrbahn von Grund auf erneuert werden. „Das ist der längste Bauabschnitt, den wir haben“, meint Wolfgang Schäffler. Eine Woche später geht es dann in der Bachstraße weiter. Auf der kompletten Länge von der Friedrich-Ebert-Straße bis zur Thingslindestraße sind dann die Baumaschinen im Einsatz.

Parallel zu den Bauarbeiten in der Stadt finden Ende des Monats (26. und 27. Kalenderwoche) auch außerorts Straßensanierungen statt. Die Friedrich-Ebert-Straße wird bis Kierspe-Holt von der Meinerzhagener Firma Kriesten aufgearbeitet. Zudem soll die Fahrbahndecke des Wirtschaftswegs zwischen den Ortslagen Becke und Haustätte komplett ausgetauscht sowie der Seitenstreifen aufgefüllt und begrünt werden.

Für die Baumaßnahmen innerorts sind 400 000 Euro und für die Arbeiten in den Ortslagen 50 000 Euro veranschlagt worden, die komplett von der Stadt bezahlt werden. Auch in den nächsten Monaten werde weiter fleißig im Stadtgebiet gebuddelt. Die Planung für weitere Maßnahmen sei aber noch nicht abgeschlossen, kündigt Seil an.

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