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A45-Sperrung: Kierspes Rat schließt sich Resolution an

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Von: Dominic Rieder

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Gerne genutzt wird die Kölner Straße vor allem vom Schwerlastverkehr. Seit der Brückensperrung auf der Sauerlandlinie hat sich die Situation weiter verschärft. Keine Seltenheit sind heruntergekommene Ladenlokale, die die Straße manchmal verwahrlost aussehen lassen.
Gerne genutzt wird die Kölner Straße vor allem vom Schwerlastverkehr. Seit der Brückensperrung auf der Sauerlandlinie hat sich die Situation weiter verschärft. © Kortmann, Thilo

Die prekäre Verkehrssituation im Südkreis durch die Sperrung der Rahmedetalbrücke war eines der Kernthemen bei der Sitzung des Kiersper Stadtrats am Dienstag im Ratssaal.

Kierspe - „Entlastung aufgrund Sperrung A45“ hieß der Tagesordnungspunkt, bei dem der Kiersper Rat sich einem Beschluss des Lüdenscheider Rates vom Montag anschloss. Laut diesem werden der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und der Märkische Kreis aufgefordert, unter Einbindung der durch die Sperrung betroffenen Kommunen alles dafür zu tun, um eine spürbare Entlastung der Region zu erwirken.

Hierzu wurde eine Reihe von Zielen formuliert. Dazu zählt unter anderem die Einrichtung eines Durchfahrtsverbots für den überregionalen Schwerlastverkehr – Quell- und Zielverkehr ausgenommen – für die folgenden Streckenabschnitte: auf den Bedarfsumleitungen U16 und U39 in Lüdenscheid, auf der B54 im Volmetal zwischen Hagen und Meinerzhagen in beiden Fahrtrichtungen, auf der B236 im Lennetal zwischen Letmathe und Werdohl in beiden Fahrtrichtungen, auf der L528 zwischen Halver und Kierspe sowie auf der L561 zwischen der Anschlussstelle Lüdenscheid-Süd und der B229 in beiden Fahrtrichtungen. Zudem sollen alternative Möglichkeiten zur Reduzierung und Kontrolle des Schwerlastverkehrs geprüft und gegebenenfalls realisiert werden.

Auch Tempo 30 in der Innenstadt ein Thema

In Bezug auf Kierspe ergänzte der Kiersper Stadtrat am Dienstagabend die Streckenabschnitte in der Aufforderung um innerstädtisches Tempo 30 in Kierspe für Schwerlastverkehr im Bereich L528 und im Bereich B237 (Abschnitt B54 bis L528).

Zudem heißt es in der Resolution auch, dass weiträumige Umleitungen des überregionalen Schwerlastverkehr – ausgenommen Quell- und Zielverkehr – rechtssicher umgesetzt werden müssen, und zwar in Fahrtrichtung Frankfurt ab dem Westhofener Kreuz über die A1, A3 und A4 sowie in Fahrtrichtung Dortmund ab dem Kreuz Olpe über die A4, A3, und A1.

Forderung: Verfahren muss beschleunigt werden

Des Weiteren wird in der Resolution deutlich gemacht, dass die Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Neubau der Rahmedetalbrücke durch den Bund zu beschleunigen seien, und dass notwendige Instrumente zu schaffen seien für einen finanziellen Ausgleich der Schäden an Verkehrsinfrastruktur, sonstiger Infrastruktur sowie an Gebäuden entlang der Umleitungsstrecken – als Beispiel wird dabei ein Sonderfonds genannt.

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