Kiersper Schule bietet für die Jahrgänge 5 bis 7 Präsenz- und Distanzunterricht an

Gesamtschule ist gut vorbereitet auf Lockdown

Digitaler Unterricht ist für die Gesamtschüler nichts Neues. Nun findet dieser aber nicht in der Schule statt, sondern von Zuhause aus. Da alle Schüler und Lehrer den Umgang mit einem entsprechenden Programm erlernt haben, hofft die Schulleitung, dass es beim Distanzunterricht keine großen Probleme geben wird.
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Digitaler Unterricht ist für die Gesamtschüler nichts Neues. Nun findet dieser aber nicht in der Schule statt, sondern von Zuhause aus. Da alle Schüler und Lehrer den Umgang mit einem entsprechenden Programm erlernt haben, hofft die Schulleitung, dass es beim Distanzunterricht keine großen Probleme geben wird.

Kierspe – Über Langeweile musste die Schulleitung der Kiersper Gesamtschule nicht klagen. Denn mit der Ankündigung der Landesregierung ab Montag in den Schulen den Distanzunterricht einzuführen, zumindest für die oberen Jahrgänge – und den Eltern von Schülern der Jahrgänge 5 bis 7 die Entscheidung zu überlassen, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken, waren die Mitglieder der Schulleitung am Freitagnachmittag und Samstag gefordert.

„Wir haben noch am Freitagabend eine Mail an die Schüler, Eltern und Mitglieder des Kollegiums geschrieben, um diese über die Schließung, den Distanzunterricht und die Möglichkeiten, die Kinder abzumelden, zu informieren, zusätzlich gibt es all diese Informationen auch noch einmal auf unserer Homepage“, sagt Johannes Heintges. Am Samstag sei dann noch einmal das siebenköpfige Leitungsgremium zusammengekommen, um über den Schulunterricht in den kommenden Wochen zu beraten.

Jahrgang 5 und 7

So wurde unter anderem ein E-Mail-Postfach eingerichtet, über das die Eltern von Schülern der Jahrgänge 5 bis 7 ihre Kinder vom Präsenzunterricht abmelden können. „Genutzt haben das bis zum Samstagnachmittag erst die Eltern von 14 Schülern. Ich rechne aber damit, dass die Zahlen am Sonntag und Montag noch deutlich steigen werden“, so der Schulleiter im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung am Samstagabend. Heintges weist darauf hin, dass ein Hin- und Herwechseln zwischen Distanz- und Präsenzunterricht nicht möglich ist, da dies mit Blick auf das Infektionsgeschehen nicht förderlich sei.

Wir haben noch am Freitagabend eine Mail an die Schüler, Eltern und Mitglieder des Kollegiums geschrieben, um diese über die Schließung, den Distanzunterricht und die Möglichkeiten, die Kinder abzumelden, zu informieren.

Johannes Heintges, Schulleiter

Unterrichtet werden die Schüler dieser drei Jahrgänge per Videokonferenz. Die Schüler werden dann in die Klassen geschaltet, in denen der Präsenzunterricht stattfindet. Zeit, dieses Verfahren zu üben, hatte die Schule in den vergangenen Wochen dadurch, dass immer wieder einige Schüler verschiedener Klassen in Quarantäne geschickt werden mussten, weil sie Kontakt zu einem Infizierten hatten oder in Klassenräumen in der Nähe eines Positiv-Getesteten saßen.

Jahrgänge 8 bis 13

Die Jahrgänge 8 bis 13 werden komplett im Distanzunterricht beschult. Möglich macht das ein Programm mit dem Namen Teams, in dem in den vergangenen Wochen alle Schüler und Lehrer geschult wurden. Der Unterricht erfolgt dann über die Tablets, über die alle Schüler der Jahrgänge 8, 11, 12 und 13 verfügen. Bedingt durch das Konzept der Schule zum digitalen Unterricht trifft das aber nicht auch alle Schüler der Jahrgänge 9 und 10 zu. „Dafür wären eigentlich die Tablets vorgesehen, die die Kommune bestellt hat, die aber noch nicht zur Verfügung stehen. Wann die Leihgeräte kommen, kann ich derzeit nicht sagen. Wir gehen aber trotzdem davon aus, dass wir alle Schüler über Teams erreichen können, wenn denn ein Internetzugang zuhause besteht“, erklärt Heintges.

Klausuren und Ferien

Klausuren, die dann in der Schule geschrieben werden müssen, sind für die Jahrgänge 9 bis 13 geplant. In den Jahrgängen 5 bis 8 werden diese in der Regel ausgesetzt. „Vor allem in der Jahrgangsstufe 13 ist das auch gar nicht anders möglich, da deren Halbjahr bereits am 22. Dezember endet“, so Heintges. Das bedeutet aber auch, dass für Schüler die Klausuren schreiben, die Ferien nicht bereits am 18. Dezember beginnen. Für alle anderen findet in der Zeit zwischen dem 19. Dezember und 10. Januar kein Unterricht statt. Ursprünglich war geplant worden, die Ferien um zwei Tage vorzuziehen, um den Familien die Möglichkeit zu geben, in die sogenannte Selbstquarantäne zu gehen. Nun werden die Ferien auch noch um zwei Tage verlängert.

Mensa und Lernmaterial

An den Tagen, an denen jetzt noch Unterricht stattfindet, bleibt die Mensa geöffnet, damit die Schüler, die am Präsenzunterricht teilnehmen, ihr Mittagessen weiterhin bekommen können.

Bei dem ersten Lockdown war es der Schule noch gelungen, allen Schülern Lernmaterial mit nach Hause zu geben, das ist dieses Mal nicht möglich gewesen, da die Mitteilung der Landesregierung erst kam, als der Unterricht für die Sekundarschule I bereits beendet war. „Die Schule bleibt aber allein schon aufgrund des Präsenzunterrichts geöffnet, damit haben die Schüler, die auf Distanz unterrichtet werden, die Möglichkeit, in die Schule gekommen, um Lernmaterial zu holen“, sagt Heintges.

Unterrichtsfächer

Geplant ist, dass in allen Fächern und nach dem bestehenden Stundenplan unterrichtet wird. Heintges: „Das gilt auch für Fächer wie Sport, Technik und Hauswirtschaft. Da sind dann kreative Aufgaben gefordert, deren Erledigung die Schüler dann mit Fotos oder Videos nachweisen können.“ Die Lehrer selbst werden in der Schule sein und die Schüler von dort aus unterrichten. Jetzt hofft die Schulleitung, dass die Internetanbindung der Schule das hergibt, da das Gebäude nach wie vor nicht ans Glasfasernetz angeschlossen ist.

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