In der Schanhollenschule werden Projekt-Ergebnisse vorgestellt

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Bei der Theatervorführung wollten die Schanhollen sehr gerne beim Schuljubiläum mitfeiern.

Kierspe - „Wir feiern alles zusammen,“ erklärte Rektor Thomas Block. „Alles“ – das war hauptsächlich die Vorstellung der Ergebnisse der Projektwoche; sie bildete den eigentlichen Anlass für das Schulfest in der Schanhollenschule.

Gleichzeitig war am Freitag aber auch bundesweiter Vorlesetag und – als drittes Ereignis – das 25jährige Jubiläum der Schanhollenschule sollte ja auch gefeiert werden. Darauf nahm die Theatergruppe in ihrem Schanhollenstück Bezug. Parallel zu den gesellschaftlichen Strömungen habe sich in diesen 25 Jahren das Bild von Grundschule immer wieder gewandelt, erläuterte Konrektor Arne Freiberg in seiner Begrüßungsansprache. Für die Schanhollenschule nannte Freiberg den Schulverbund mit der Pestalozzischule, der immerhin auch schon seit sieben Jahren bestehe, die vergleichsweise hohe Zahl von Kindern in der Betreuung („stabil deutlich über 50“) und den Wandel von Techniknutzung und Freizeitverhalten.

Damit war er beim eigentlichen Thema. Der Schulverbund habe „ganz bewusst in der Neugestaltung des Schulprogramms vor knapp anderthalb Jahren unser Leitbild entworfen – dort haben wir uns den Schwerpunkt ‘Leseschule’ auferlegt.“ Selber lesen, aber auch Vorlesen ist damit gemeint und das hat – Arne Freiberg zufolge – nur Vorzüge: Es vergrößert den Wortschatz, steigert die Konzentrationsfähigkeit, fördert Fantasie und Kreativität, Empathie, Respekt und moralisches Verhalten.

Und ganz nebenbei macht es Spaß. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern genießen die abendliche Leserunde als Zeit der Gemeinsamkeit. In vielen Familien ist sie zum liebgewonnenen Ritual geworden – allerdings nicht in allen: Freiberg zitierte eine Studie der Stiftung Lesen, nach der ein Drittel der Eltern ihren Kindern gar nicht oder sehr selten vorlesen. An der Schanhollenschule soll das anders sein, das hat sich die Schulgemeinschaft auf die Fahnen geschrieben. Und so drehten sich alle Projekte in diesem Jahr um die Literatur. Dazu gehörten Bilderbücher wie „Der Regenbogenfisch“, der Kindern der ersten und zweiten Klasse als Vorlage diente; der Klassiker „Fliegender Stern“ als Aufhänger für ein Indianerprojekt und nicht zuletzt „Der Zauberlehrling“.

Eine der Projektgruppen stellte ein Bastelangebot vor.

Kinder der Klassen eins bis drei lasen Goethes Ballade und entwickelten sie mit Hilfe von selbstgebastelten Stabpuppen zu einem Schattentheater. Ein selbstproduziertes Hörspiel lief quasi in Dauerschleife im „Leseparadies“, der Schulbücherei, und das Lesekino bildete Abschluss und Höhepunkt der Projektvorstellung. Vier „Kinoprogramme“ wurden von Lesekindern aus allen vierten Klassen gestaltet. Da hatten die Mitschüler dann die Qual der Wahl.

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