Müllaufkommen in Kierspe unter dem Landesdurchschnitt

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Das Pro-Kopf-Aufkommen an Müll ist in Kierspe im Vergleich zum Kreis- und Landesschnitt geringer.

Kierspe - Hausmüll, Sperrmüll, Altpapier oder Altglas: Pro Kopf werfen die Kiersper jährlich mehrere Hundert Kilogramm Abfälle in die entsprechenden Tonnen.

Für das Jahr 2014 belief sich die Menge auf 432,98 Kilogramm pro Einwohner, in 2015 reduzierte sie sich auf 427,82 Kilogramm. Gerechnet wurde mit einer Einwohnerzahl von 16 128 (2014) und 16 068 (2015). Das geht aus einer Erhebung der Stadtverwaltung hervor. Damit liegt die Volmestadt unter dem Landesdurchschnitt.

Laut eines in dieser Woche veröffentlichten Zahlenwerks von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als amtliche Statistikstelle des Landes, lag vor drei Jahren in NRW die durchschnittliche Menge an Müll pro Kopf bei 479,4 Kilogramm. In 2015 Jahr warf jeder Einwohner in NRW 466,2 Kilogramm Müll weg. Auch im Vergleich mit dem Märkischen Kreis produzierten die Kiersper in diesem Zeitraum weniger Abfall. Laut IT.NRW schlagen für das gesamte Kreisgebiet 499 Kilogramm für 2014 und 487,9 Kilogramm für 2015 zu Buche.

Mengen in Kierspe über Jahre relativ konstant

Verwundert über diese Zahlen ist Klaus Müller, Sachbearbeiter im Bereich Abfallbeseitigung, nicht. „Die Abfallmengen in Kierspe sind in den vergangenen Jahr immer relativ konstant geblieben. Die Zahlen liegen alle im Toleranzbereich. Nur in 2016, so zeigen es die bisher erhobenen Zahlen, hat sich das Müllaufkommen aufgrund der rund 350 neuen Einwohner in der Stadt erhöht.“

Ob die Kiersper nun umweltbewusster sind als andere Einwohner im Märkischen Kreis oder in NRW, dazu konnte Müller keine Angaben machen. Auch Aktionen zur „Abfallerziehung“ gebe es in der Volmestadt nicht – anders als zum Beispiel in Meinerzhagen. „Der Umgang mit der Müllentsorgung hat sich bei unseren Bürgern über die Jahre eingespielt. Nur die Gelben Tonnen sind unser Sorgenkind. Da gibt es wie in ganz NRW viele sogenannte Fehlwürfe.“ Laut Müller würden knapp 50 Prozent dieser Tonnen landesweit falsch befüllt.

Regulierung findet über Gebühren statt

Reguliert würde das heimische Müllaufkommen einzig und allein über die Müllgebühren, so der Sachbearbeiter. „Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, darüber einen Erziehungseffekt zu erzielen.“ Wer mehr Abfall produziere, der müsse eine größere Tonne nehmen und entsprechend mehr zahlen, erklärt Müller.

Im Kreisgebiet kamen rund 206.000 Tonnen (2014) beziehungsweise rund 203.000 Tonnen (2015) an Siedlungsabfällen zusammen. Im gesamten Bundesland wurden im vergangenen Jahr 8,33 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle eingesammelt; in 2014 sogar 8,45 Millionen Tonnen. Insgesamt belief sich die Menge an Haus- und Sperrmüll im Stadtgebiet auf rund 4400 Tonnen in 2014, in 2015 mit rund 4300 Tonnen nur geringfügig weniger.

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