31 Einträge auf der Ideenkarte im Internet

Kierspe fragt Bürger nach Umwelt-Ideen - viele haben schon geantwortet

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Die interaktive Ideenkarte für Kierspe füllt sich immer mehr. Die Kiersper haben viele Ideen und unterbreiten ihre Vorschläge, wie etwas für den Klimaschutz getan werden kann.

Kierspe - Umweltfreundliche Mobilität, Klimaanpassung, erneuerbare Energien, Wohngebäudesanierung und Sonstiges heißen die Kategorien, unter denen die Kiersperinnen und Kiersper ihre Ideen und Vorschläge auf der interaktiven Ideenkarte für ein Klimaschutzkonzept eintragen können – und die Bürger machen Gebrauch davon, denn mittlerweile gibt es bereits 31 Eintragungen.

Davon sind einige Vorschläge identisch beziehungsweise ähnlich. Dies betrifft zum Beispiel die Frage nach einer Beschattung – oder auch Wetterschutz – im Volme-Freizeitpark. So geht ein Vorschlag dahin, eine Bürger-Solaranlage zu installieren, die gleichzeitig für Schatten oder Schutz gegen Regen sorgt. Dafür könnte auch ein Pavillon mit Bänken sorgen, lautet eine andere Idee.

Sonnenschutz im Volme-Freizeitpark

Wohlwissend, dass der Architekt den Einbau eines Sonnensegels nicht erlaubt, könnte man an mehreren Stellen Bodenhülsen im Boden eingelassen werden, die dann, privaterseits, Sonnenschirme aufnehmen. Freizeitparkbesucher würden diese Schirme dann mitbringen und auch wieder mit nach Hause nehmen.

Hier geht es zur Ideenkarte für Kierspe

Diese Bodenhülsen, ob mit oder ohne Verschlussdeckel, würden beim Rasenmähen nicht stören. Ein weiterer Ideengeber wünscht sich ebenfalls Verschattungselemente im Volme-Freizeitpark. Das Volmewasser bringe zwar eine willkommene Abkühlung im Sommer, doch es geben leider keinen Schatten. Eine Beschattung durch Bäume wünscht man sich auch auf dem Parkplatz am Fachmarktzentrum.

Geschwindigkeit der Autos reduzieren

Im Bereich der Mobilität gibt einige eindeutige Vorschläge, wie die Geschwindigkeit von Fahrzeugen reduziert werden kann. Dadurch würde es weniger Schadstoffausstoss geben. So sollte es auf der unteren Pulverstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben.

Bis zur Senke sollte das Tempo auf der Pulverstraße begrenzt werden.

Dadurch könne verhindert werden, dass in der Senke noch mal richtig Gas gegeben wird. Regelmäßige Tempokontrollen werden auch für Schubert- und die Thingslindestraße gefordert – die Umweltbelastung werden dann geringer. Und auf der Volmestraße sollte am Ortsausgang in Richtung Lüdenscheid ein Starenkasten aufgestellt werden.

Ampelanlagen nachts ausschalten

Nachts sollten Ampelanlagen aus- oder verkehrsabhängig geschaltet werden, besonders an der Kreuzung Volme- und Kölner Straße. Es könnten ebenso Rechtsabbiegerpfeile angebracht werden. Busse sollten elektrisch oder mit Wasserstoff fahren. Auch sollten die Fahrpläne von Bus und Bahn besser abgestimmt werden. Um mehr vom Pkw wegzukommen, sollte auch „Taxi Mama“ zur Schule verboten werden. Lediglich Busse dürften diese zu bestimmten Zeiten anfahren.

Ein Kreisverkehr könnte den Verkehrsfluss an der Kreuzung Friedrich-Ebert-, Osemundstraße und Haunerbusch verbessern.

Um das eigene Auto auch einmal stehen lassen zu können, wäre eine Ausweitung des ÖPNV erforderlich, Busse müssten auch nach 22 Uhr beispielsweise zwischen Kierspe und Meinerzhagen fahren. Zu den sicherlich besonderen Ideen zählt der Kreisverkehr für die Kreuzung Friedrich-Ebert-, Osemundstraße und Haunerbusch. Dieser würde die Verkehrsführung für alle erleichtern.

Endlich mehr Radwege bauen

In diesen Bereich fallen auch die Vorschläge für Radwege, die vom einfachen „Baut mehr Radwege!“ über die Weiterführung des Fuß- und Radwegs im Volme-Freizeitpark bis nach Meinerzhagen. Denn dafür die Strecken über Schnörrenbach oder über die B 54 zu benutzen, sei viel zu gefährlich, besonders für Kinder und Jugendliche. Bei Sanierungen oder dem Neubau von Straßen sind Fahrradwege einzuplanen, wo es möglich ist – am Besten auf dem Bürgersteig und nicht auf der Straße.

Der Volmetalradweg sollte in Richtung Meinerzhagen nicht unbedingt parrallel zur B 54 verlaufen, ein wenig davon entfernt, wäre schön. Es gibt ebenfalls die Idee, Fahrrad- und E-Bike-Station mit Lademöglichkeit am ZOB/Bahnhof einzurichten, damit jeder mit dem Rad zum Zug fahren könne. Gleichzeitig sollte an E-Scooter und eine Parkzone dafür gedacht werden, falls sie in Kierspe Verbreitung finden werden. Zu den ehr ungewöhnlichen Ideen zählt zweifellos die Einrichtung einer „Umweltarena“, die man gemeinsam mit Marienheide und Meinerzhagen angehen sollte.

In dieser könnte man Erwachsenen und Kindern – als verpflichtender Teil des Schulunterrichts – zeigen, erklären und erleben, wie man umweltfreundlich leben kann. Als Stichworte werden Einkaufs- sowie Essverhalten, Müllvermeidung, Wohngebäudesanierung, Fotovoltaik, Solaranlagen, Fahrzeuge mit Batterie oder Wasserstoff, Wasserkraft, Windenergie, ökologischer Fußabdruck und mehr genannt.

Keine Schottergärten und Bäume pflanzen

Außerdem, so ist zu lesen, sollte die Stadt Schottergärten verbieten und, wie in Lüdenscheid, ähnliche Vorgaben für den Neubau von Häusern – Dachbegrünungen et cetera festlegen. Ein Stadtpark mit Bänken in der Nähe der Altenheime wäre wünschenswert. An den Hauptverkehrsstraßen, insbesondere der Friedrich-Ebert-, Heer-, Volme- und Kölner Straße, sollten mehr Bäume und Hecken gepflanzt werden, die Schatten spenden, das Klima verbessern und Lärm schlucken.

Eine Wiederbepflanzung beispielsweise für den Hang zwischen Friedrich-Ebert- und Lehárstraße, wo Bäume gefällt worden seien, sowie eine „gezielte Baumbepflanzung“ nördlich der Beethovenstraße stehen ebenfalls auf der Vorschlagsliste. Verkehrsinseln, Brachflächen und ähnliches sollten insektenfreundliche einheimische Blühpflanzen erhalten.

Insgesamt sollte Wert darauf gelegt werden, dass ursprünglich vorgesehene oder vorhandene Bepflanzungen, insbesondere mit Bäumen, wiederhergestellt und erhalten werden. Graue, unansehnliche „Schuhkartons“ könne man ebenfalls mit Pflanzen oder Ranken begrünen. Und Werbebeleuchtung müsse nicht die ganze Nacht brennen, was besonders für das Fachmarktzentrum gelte.

Paten sollen Blumenbeete pflegen

Zudem könnten Blumenbeete angelegt und von Bürgern (als Pate) gepflegt werden. Dies treffe gerade auf den Bereich des Discounters im Dorf zu. Dort sehe es ganz schlimm aus. Grün wird ebenso für die freie Fläche vor der Turnhalle gefordert. Und da jedes Jahr vom Bauhof Bäume an den Straßen zurückgeschnitten werden, sollten die gehäckselten Äste nicht an den Straßenrand gepustet, sondern vielmehr gesammelt, (hinter dem Hallenbad) getrocknet und in einer Hackschnitzelheizung verwendet werden. Mit solch einer Heizung könnte das Hallenbad geheizt werden.

Im Übrigen müsste die (automatische) Laufzeit der Duschen im Räukepütt verkürzt werden. Bei den Vorschlägen findet sich die Installation und Leerung von Abfallbehältern an neuralgischen Punkten im Stadtgebiet und die Einführung einer freiwilligen Biotonne, denn auf immer mehr Grundstücken sei keine Kompostierung mehr möglich. Schließlich würde auch eine Solaranlage auf dem Dach des Bauvereins ins Klimaschutzkonzept passen.

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