Kunst und Musik für einen guten Zweck in der Kirche

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Mit einem gelungenen Ohrenschmaus wussten Katharina und Theresia Weimer, die Weimer-Sisters, zu gefallen.

Kierspe - Nicht zuletzt der große Widerhall, den die im Vorjahr erstmals initiierte Nacht der Lichter in der Margarethenkirche mit ihrem wie geschaffen anmutenden Flair gefunden hatte, ließ den Wunsch nach einer Wiederholung aufkommen. Der ging am Samstagabend in Erfüllung.

Von Rainer Crummenerl

Wie schon bei der Premiere im Vorjahr, so hatten Sebastian Funke und Tim Gijbels (Strum Out), auf deren Initiative das Ganze seinerzeit entstanden war, im Kreis bekannter Künstlerkollegen nachgefragt und abermals ein hohes Maß an Bereitschaft zum Mitmachen gefunden.

Dies vor allem auch deshalb, weil es wiederum nicht ausschließlich um einen unterhaltsamen Abend in der Vorweihnachtszeit ging, sondern vielmehr darum, den erwirtschafteten und dank verschiedener Spenden noch aufgestockten Veranstaltungserlös einem karitativen Zweck zuzuführen.

Diesmal konnte die Aids-Hilfe im Märkischen Kreis, deren Aufgaben im Laufe des Abends vorgestellt wurden, mit einem namhaften Betrag unterstützt werden.

Gleich zu Beginn legten die Kiersper Hobbykünstler Annette Gräfe (Gesang), Max Jalaly (Kontrabass), Sebastian Funke (Gitarre) und Tim Gijbels (Gesang) und nicht zuletzt Florian Voigt als „Little Drummer Boy“ die Messlatte für den von Fritz Schmid humorvoll moderierten Ablauf des Abends ziemlich hoch.

Sogleich folgte ein weiterer Höhepunkt, als die Weimer- Sisters aus Erkrath, für die krankheitsbedingt ausgefallene Formation „Stressless“ eingesprungen, mit klassischem und äußerst einfühlsamen Gitarrenspiel, so beispielsweise der Ouvertüre zu Giovanni Rossinis „Diebischer Elster“ und feurigen Impressionen aus spanischen Opermelodien zu stürmischen Beifallsbekundungen herausforderten.

Die gab’s erst recht, als der aus Funk und Fernsehen bekannte Comedian Markus Maria Profitlich die Bühne betrat, mit gewinnender Art den Draht zum Publikum suchte und sich selbst mit Kostproben aus seinem Buch „Stehaufmännchen“ auf die Schüppe nahm oder im fiktiven „Gute-Nacht“-Telefonat mit der kleinen Tochter das Märchen von Hänsel und Gretel in die gängige Umgangssprache der „Handy-Generation“ übersetzte.

Ein wohl dosierter Melodien-Mix aus klassischen Weihnachtsmelodien, teils selbstgetexteten Beiträgen (wie der Song „Zeit der Lichter“ von Annette Gräfe), auch im neuzeitlichen Stil gehaltene Songs wie beispielsweise „Angels“ von Robbie Williams oder John Lennons „So this is Christmas“, rundeten einen abermals äußerst gelungenen und durch eindrucksvolle Landschaftsbilder voller besinnlicher Schönheit aus dem Schaffen der Kiersper Malerin Claudia Kramer zusätzlich aufgewerteten Abend ab.

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