Entwicklung zu einer lebenswerteren Stadt

Kiersper Klimaschutzmanagerin nimmt ihre Arbeit auf

Fürs Foto möchte die neue Klimaschutzmanagerin Silja Hohmann gerne ins Grüne. Da bot sich die Wildblumenwiede vor dem Rathaus natürlich an.
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Fürs Foto möchte die neue Klimaschutzmanagerin Silja Hohmann gerne ins Grüne. Da bot sich die Wildblumenwiede vor dem Rathaus natürlich an.

 Dass der Klimawandel und seine Folgen durch die Hochwasserkatastrophe gleich im ersten Monat ihrer neuen Anstellung solch ein Gewicht bekommen würden, damit hatte Silja Hohmann nicht gerechnet.

Kierspe - Die 26-Jährige ist seit dem 1. Juli dieses Jahres Klimaschutzmanagerin bei der Stadt Kierspe. Ihre Hauptaufgabe wird sein, das vom Rat verabschiedete Klimaschutzkonzept umzusetzen. „Dabei möchte ich Ansprechpartner für die Menschen der Stadt sein, wenn diese Fragen zu Klimaschutzmaßnahmen haben. Ich kann auch Informationsmaterial zusammenstellen und weitergeben“, sagt Silja Hohmann.

Die neue Klimaschutzmanagerin ist in der Eifel aufgewachsen, nicht weit von den Orten entfernt, die nun durch das Hochwasser stark betroffen sind. Zum Studium des Bioingenieurwesens ging sie nach Karlsruhe. Nach dem Masterabschluss hat sie in Kierspe ihre erste Festanstellung gefunden. Zuvor hat sie noch bei Mercedes ein Praktikum im Bereich „Nachhaltige Produktentwicklung“ absolviert.

Derzeit hat sich Hohmann erst einmal dem Projekt „Stadtradeln“ verschrieben, bei dem ab Mitte August die Bürger der Stadt aufgerufen sind, möglichst viele Kilometer auf dem Rad zurückzulegen. Hohmann: „Damit soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass sich gerade kürzere Strecken nicht nur mit dem Auto bewältigen lassen.“

Sie selbst tritt allerdings noch nicht in die Pedale, da das Fahrrad noch nicht an den neuen Wohnort in Rönsahl mitumgezogen ist. „Aber ich erledige jetzt vieles zu Fuß“, verspricht sie für die Übergangszeit.

Damit soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass sich gerade kürzere Strecken nicht nur mit dem Auto bewältigen lassen.

Silja Hohmann, Klimaschutzmanagerin

Zu ihren Aufgaben wird es auch gehören, die Stadt Kierspe in den verschiedenen Gremien zu vertreten, die sich eine Verbesserung der Klimabilanz zum Ziel gesetzt haben. „Es geht aber auch um die Kohlendioxid-Reduktion in kommunalen Gebäuden“, sagt sie. Letztlich sei das Ziel, die „Entwicklung hin zu einer lebenswerteren Stadt“.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird sie viel Öffentlichkeitsarbeit machen müssen, um die Kiersper für das Thema Klimaschutz weiter zu sensibilisieren, damit die Reduktion von schädlichen Stoffen weitergeht und der Bau von Fotovoltaikanlagen einen größeren Stellenwert einnimmt. „Klimaschutz ist Teamwork, da kann sich jeder einbringen, um den Weg für eine nachhaltigere Welt zu ebnen“, sagt Silja Hohmann.

Die Stelle der Klimaschutzmanagerin ist erst einmal auf drei Jahre befristet, wobei das Land die Kosten trägt. Das ist auch ein Grund, warum Kierspe sich für eine eigene Managerin entschieden hat, und sich nicht, wie auch schon mal überlegt, diese Stelle mit einer anderen Kommune teilt.

Sehr zufrieden ist Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebiets Bauen und Planen, dass es so schnell gelungen ist, die Position zu besetzen: „Derzeit sind im ganzen Land viele Kommunen auf der Suche nach einem Klimaschutzmanager oder -managerin.“

Um so erfreulicher sei gewesen, dass sich gleich acht Bewerber gemeldet hätten, von denen man vier zum Gespräch eingeladen habe.

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