Kitas nach Corona-Pause wieder geöffnet

Große Freude bei Kindern, Erzieherinnen und Erziehern

Öffnung Kindergarten - Kita - Kierspe
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Für Kinder sind soziale Kontakte wichtig.

Die Freude ist groß, bei den Erzieherinnen und Erziehern sowie bei den Jungen und Mädchen, die sich nach langer „Corona-Pause“ am Montag und Dienstag erstmals wieder gesehen haben.

Kierspe - „Wir haben die Kinder vermisst“, sagt Antonia Del, Leiterin der DRK-Kindertagesstätte Felderhof. Auch in der Awo-Kita Liederwiese herrsche Freude, sagt eine Erzieherin in Vertretung von Leiterin Anke Holthaus, die durch den bevorstehenden Umzug ins neue Gebäude an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße derzeit viele andere Aufgaben zu erledigen hat.

Endlich hätten die Mädchen und Jungen mal wieder Gleichaltrige zum Spielen – darauf hätten sie für eine lange Zeit verzichten müssen. Die Leiterinnen der Kindertagesstätten verweisen aber gleichzeitig darauf, dass es in den Einrichtungen nicht ungewöhnlich voll sei. Einige wenige Mädchen und Jungen seien krank oder würden von den Eltern noch Zuhause gelassen. Auch könne es aufgrund der Stundenreduzierung dazu kommen, dass Kinder nur tageweise ihre Kitas besuchen, wie Sandra Stein, Leiterin der Awo-Kita Rasselbande erläutert.

Gruppen weiter getrennt

Ebenso ist allen Kindertagesstätten nach wie vor gemein, dass die Gruppen unter sich bleiben, sich selbst die Erzieherinnen und Erzieher ihre Kontakte zueinander beschränken, es keine normalen Teambesprechungen und ähnliches gibt. Die Kinder würden auch merken, dass sie sich nicht mehr so frei bewegen können wie früher gewohnt, sagt Heike Fischer, Leiterin der Elterinitiative-Kita Kunterbunt. So gebe es auch hier und da ein paar Unsicherheiten bei den Mädchen und Jungen hinsichtlich der sozialen Kontakte, die so lange gefehlt hätten.

„Die Kinder der Notbetreuung finden es teilweise auch komisch, dass es auf einmal wieder so laut ist“, verdeutlicht Fischer, dass sie und ihre Kolleginnen dies nun auffangen müssen – wie nach dem ersten Lockdown. Auf der anderen Seite sagt die Leiterin aber ebenso, „die Kinder brauchen das“, die sozialen Kontakte seien sehr wichtig.

Unterschiedliche Meinungen zum Thema „Impfen“

Während also bei Klein und Groß Freude über das Wiedersehen vorherrscht, ist die Resonanz auf die Nachricht, dass sich Erzieherinnen und auch Lehrer früher impfen lassen können, eher verhalten. Bei einigen mangelt es noch an Aufklärung, für andere sei es eine private Entscheidung, über die man öffentlich nicht spricht – und es gibt die, die sich durchaus impfen lassen wollen, nicht zuletzt, weil sie Angst vor den mutierten Viren haben. Die hat auch die Skepsis vor dem Astrazeneca-Impfstoff vertrieben, denn: „Besser 70 Prozent geschützt als gar nicht!“, bringt es Heike Fischer auf den Punkt. Wann sich Lehrer und Erzieherinnen impfen lassen können, hängt zweifellos noch von der Versorgung mit dem Impfstoff, gleich welcher Art, ab – avisiert ist dafür nach ersten Informationen der April.

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