Ab Montag Normalbetrieb

Freude auf Kinder, Angst vor Virus

Kindertagesstätten Kierspe - Notbetreuung in Corona-Zeiten
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Die Zeiten, in denen nur wenige Kinder in den Kitas betreut wurden, sind am Montag vorbei. Dann dürfen wieder alle Mädchen und Jungen die Einrichtungen besuchen.

Es ist die Freude auf der einen Seite, (fast) alle Kinder wiederzusehen. Andererseits ist es die Angst, sich zu infizieren, wenn ab kommenden Montag die Kindertagesstätten für alle Mädchen und Jungen geöffnet werden.

Kierspe - Es gebe zwar die Empfehlung, Masken zu tragen, sagt Heike Fischer, Leiterin der Kita Kunterbunt, doch das gehe gar nicht. „Die Kinder sitzen doch bei uns auf dem Schoß!“

Risiko steigt

Insbesondere für die Jungen und Mädchen sei der Kontakt wirklich wichtig. Einige Kinder hätten schon einen leichten Knacks, müssten sich womöglich erst wieder an den Kindergarten gewöhnen. Gleichzeitig steigt natürlich das Infektionsrisiko an, wenn sich die Zahl nahezu verdoppelt. Derzeit sind es etwa 25 Kinder, die in die Notbetreuung kommen – normalerweise sind es 47.

Ähnlich sieht das Bild in der Awo-Kita Rasselbande aus. Dort werden derzeit zwischen einem Drittel und der Hälfte der insgesamt 53 Mädchen und Jungen betreut, erklärt Leiterin Sandra Stein. Was ab Montag auf sie und ihre Kolleginnen und Kollegen zukommt, vermag sie noch nicht zu sagen. Die Eltern seien bislang sehr zurückhaltend mit Aussagen, ob sie ihre Kinder in die Einrichtung bringen oder Zuhause lassen.

Viele Gespräche mit Eltern

Bei Heike Fischer sieht das anders aus, denn sie hat in den vergangenen Wochen sehr viele Gespräche mit den Eltern geführt. Die Kita-Leiterin weiß daher, dass wohl nur wenige Kinder noch Zuhause bleiben. Für Fischer, Stein und alle anderen Erzieherinnen ändert sich so gesehen nur das Infektionsrisiko, das größer wird, alles andere bleibt bestehen. Dazu gehört der um zehn Stunden reduzierte Betreuungsumfang – ab dem 8. März soll auch dieser zurückgenommen werden – ebenso wie der erhöhte Aufwand für die täglichen Desinfektionsarbeiten, insbesondere dann durchgeführt werden, wenn die Kinder die Einrichtungen verlassen haben.

Das einzige, was nicht so funktioniert, wie es vielleicht wünschenswert wäre, sind die Schnelltests, die zweimal in der Woche durchgeführt werden können. Diese dürfen bislang nur von medizinischem Personal durchgeführt werden. „Aber nicht jeder Arzt bietet das an“, weiß Heike Fischer. „Und nicht jede Erzieherin lässt ihn machen“, fügt Sandra Stein hinzu, verweist dabei gleichzeitig auf den zusätzlichen Aufwand, zum Arzt oder zu einem Testzentrum zu fahren und sich prüfen zu lassen, ob eine Infektion vorliegt.

Änderung in Sicht

Denn auch das Personal ist in den vergangenen Wochen in den Kindertagesstätten zurückgefahren worden, da es nur eine Notbetreuung gab. Das wird sich Montag ändern: Die Besetzung der Kita Kunterbunt, so Heike Fischer, wird sich wieder verdoppeln. Auch die beiden Erzieherinnen, die eigene Schulkinder zu betreuen hatten, werden dann wieder an Bord sein.

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