Kiersper Kinder stöbern zum 10. Mal

Leon mit Stöberkappe und Feuerwehrhelm. ▪

KIERSPE ▪ Kaum angekommen, ging es auch schon los. Eine große Katze lag bei Tierarzt Christian Klaus auf dem Praxistisch und bekam ein Impfung. Dana und Leonie hatten die Aufgabe das Tier zu streicheln und zu beruhigen. Den kleinen „Piks“ bemerkte die Katze bei einer so netten Betreuung gar nicht mehr.

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Kiersper Stöbertag

Insgesamt 181 Stöberkinder aus den vierten Klassen der Schanhollen-, Bismarck- und Pestalozzischule waren gestern Vor- und Nachmittag für jeweils zwei Stunden in Kiersper Geschäften, Betrieben oder Praxen zu Gast. Beim 10. Stöbertag, organisiert von der Stadt, den Jugendzentren und der Jugendarbeit des Märkischen Kreises, ging es wieder darum, einmal in die Berufswelt zu schnuppern und dabei auch richtig mitzumachen.

Bevor die Stöberstellen aber an die neugierigen Viertklässler verteilt wurden, bedankte sich Bürgermeister Frank Emde in seinem Grußwort bei den Organisatoren und bei den Betreuern aus dem Pädagogikkurs der Klasse 11 der Gesamtschule. „Einige Jugendliche, die am ersten Stöbertag teilgenommen haben, haben heute bereits eine Berufsausbildung“, betonte Emde, dass der Stöbertag in Kierspe etabliert sei. „Fast 2000 Kinder haben schon mitgemacht“, freute sich der Bürgermeister über diese große Zahl.

Auch Friedhelm Teutenberg vom Kreisjugendamt freute sich über die vielen neugierigen Kinderaugen. „Ihr sollt heute keine reinen Besichtigungen machen, sondern begreifen“, mahnte Teutenberg aber auch.

Nach der Begrüßung ging es dann endlich „an die Arbeit“. So konnten die Kinder im Eiscafé Firenze Marco Eiani beim Eismachen helfen und natürlich auch etwas probieren. Die Sorte „Sahne-Gries-Waldbeere“ schmeckte allen Kindern. Auch Tierarzt Christian Klaus freute sich über die Unterstützung. Eiscafé wie Tierarztpraxis waren zum ersten Mal dabei. Dana und Leonie waren mit Feuereifer dabei, denn „auch vor großen Hunden haben wir keine Angst“.

Komplett in eine Feuerwehruniform gekleidet wurden die Kinder am Gerätehaus an der Wehestraße. Dirk Drosdowski, Sascha Trägner, Margit Schulenberg und Michael Wern erklärten die Geräte und die großen Fahrzeuge. Auch die großen Sauerstoffflaschen konnten einmal getragen werden. Gemeinsam wurde dann auch ein Löschangriff geplant und durchgeführt.

Andrea Bornträger, von der Firma Plastika Orth und Wächter ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen einen, Platz für Stöberkinder zubieten. Trotz des Großbrandes (wir berichteten) konnten Aurora, Jerome, Bjarne und Lukas zusehen, wie Plastikspachtel oder Stellfüße entstehen und beim Schweißen auch tatkräftig mitwirken. „Dieser Tag ist einfach eine sinnvolle Sache“, so Bornträger.

Richtig viel Spaß gemacht hatte die Arbeit auch Johanna und Sebastian. Die beiden Stöberkinder waren in der Metzgerei Baumeister zu Gast und halfen mit Schnitzel zu panieren oder Spieße fertigzustellen. Zwischendurch sahen sie in der Wurstküche, wie eine Blutwurst hergestellt wurde. Auch das Naschen kam dort nicht zu kurz.

An vielen weiteren Stöberstellen waren die Kinder in Kierspe begeistert bei der Sache. Für eine zünftige Mittagsmahlzeit hatte der Mensaverein der Gesamtschule gesorgt, sodass alle Kinder auch am Nachmittag wieder fit den nächsten Betrieb besuchen konnten. ▪ ds

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