Alle Bauplätze sind verkauft

+
Alle 28 Bauplätze in Östlich Rathaus 2 sind verkauft. Vielfach ist auch schon mit dem Häuserbau begonnen und teilweise abgeschlossen worden – insgesamt werden 198 Bürger dort leben.

Kierspe - „Rien ne va plus“ heißt es beim Roulette – „Nichts geht mehr“, können auch Klaus Müller und Reiner Schwarze, die Geschäftsführer der Grundstück und Gewerbeentwicklung (GGE) Kierspe GmbH sagen.

Denn alle 29 Bauplätze im Neubaugebiet Östlich Rathaus 2 sind verkauft. Und dies in nur zwei Jahren, die doppelte Zeit hat die GGE für die Vermarktung der Grundstücke in Östlich Rathaus 1 benötigt. Dort gibt es 33 Bauplätze, von denen 31 verkauft und 30 mittlerweile bebaut sind. „Die beiden noch freien Bauplätze sind schwierig zu vermarkten“, erklärt Klaus Müller. Einmal sei es die Form, ein 864 Quadratmeter großes Eckgrundstücks, beim zweiten die Lage des Bauplatzes. Dies bedeutet aber auch gleichzeitig, dass die GGE jungen Familien derzeit keine Baugrundstücke anbieten kann.

Baulücken, das hätten Untersuchungen ergeben, würde es kaum geben, das Baugebiet Westlich Feldstraße sei vom Tisch und in Rönsahl rechnen die beiden GGE-Geschäftsführer frühestens im Jahr 2021 mit einer Vermarktung der Grundstücke zwischen Historischen Brennerei und der Straße Vor dem Isern. „Fünf jungen Familien mussten wir bereits absagen“, weist Müller darauf hin, dass weitere Neubaugebiete ausgewiesen werden müssten.

Dabei denken die GGE-Geschäftsführer insbesondere an Östlich Rathaus 3, wobei ihr Blick insbesondere auf die Flächen östlich des Asternwegs gerichtet ist. „Aber das muss die Politik entscheiden!“ Ein primäres Ziel habe die GGE mit den beziehungsweise durch die beiden Abschnitte des Neubaugebiets Östlich Rathaus erreicht: Junge Familien sollen vor Ort bleiben. „Dort leben 198 Einwohner“, rechnet Klaus Müller zusammen.

Die Wiese im Hintergrund (hinter den Bäumen) hält GGE-Geschäftsführer KLaus Müller für ideales Bauland, das als Östlich Rathaus 3 ausgewiesen werden könnte.

Der größte Teil komme zwar aus Kierspe, doch sieben Familien seien Kiersper Neubürger, sind aus den Nachbarkommunen in die Volmestadt gezogen oder werden dies noch tun. Zweifellos sei ein Vorteil für das Gebiet Östlich Rathaus die vergleichsweise gute zentrale Lage. Chancen sieht Müller auch, Lüdenscheider Familien nach Kierspe zu holen, nachdem in der Kreisstadt klimatechnische Auflagen unter anderem für den Hausbau beschlossen wurden – das mache den Bau des Eigenheims nicht billiger, im Gegenteil.

Aber: „Kierspe muss Bauland anbieten können, sonst laufen wir Gefahr, jungen Familien zu verlieren“, wünschen sich die Geschäftsführer der GGE entsprechende politische Entscheidungen herbei. Vorstellbar sei auch, nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch ein paar Mehrfamilienhäuser im Neubaugebiet Östlich Rathaus errichten zu lassen. Investoren dafür würden sich finden lassen, meint Müller, da sich solche Projekte tragen würden.

„Aber das alles ist noch reine Zukunftsmusik!“ Man könne nur in die Politik transportieren, dass es einen großen Bedarf an Bauplätzen gibt. Zudem generiere die GGE Geld für die Stadt (Gewerbesteuer) und werden voraussichtlich im kommenden Jahr zum ersten Mal Gewinne an die Gesellschafter ausschütten. Als weitere Argumente für die Ausweisung von Baugebieten sehen die Geschäftsführer die Ergebnisse der Untersuchung eines Bachelor-Studenten in Kierspe.

Dieser hatte einen hohen Anteil an Altgebäuden festgestellt, die sich sehr oft nicht oder nur schlecht verkaufen ließen. Gleichzeitig hätte es bei dieser Untersuchung ein Verkehrsgutachten gegeben, erklärt Klaus Müller, nachdem die Anbindung des Neubaugebiets Östlich Rathaus über die Straße Haunerbusch noch über genügend Kapazitäten verfüge.

„Die Lösung liegt also vor der Nase“, meint der Geschäftsführer. Letztlich konnte er auch berichten, dass die sogenannte Submission für den Bau des Mehrgenerationenplatzes erfolgt sei und nun die Auftragsvergabe in der nächsten (nichtöffentlichen) Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen auf der Tagesordnung stehe. Mit dem Bau werde dann voraussichtlich im kommenden Frühjahr begonnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare