"Smart City"

Digitalisierung in der Stadt: Was muss eine Kierspe-App können?

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Dominik Hass aus Lüdenscheid informierte die Kiersper Jusos über die Digitalisierung vor Ort.

Kierspe - Was muss eine App für Kierspe leisten können? Mit dieser Frage beschäftigten sich jetzt die Kiersper Jusos.

„Digitalisierung vor Ort – Smart City“ – über dieses Thema ließen sich die Kiersper Jusos von Dominik Hass am Mittwochabend auf den neuesten Stand bringen. Vorher informierte Benjamin Pritschow über vergangene Termine. So wurde beim Unterbezirksausschuss in Werdohl besprochen, wie die Arbeit im Ausschuss organisiert werden soll. 

Es ist geplant einen eigenen Juso-MK-Kalender zu führen und auch mehr Tagesseminare anzubieten. Auch das Bündnis Arbeit mit den Gewerkschaften soll gestärkt werden. Der nächste größere Termin ist der Europawahlkampf im nächsten Jahr.

Mailand als Vorbild

Referent des Abends war Dominik Hass, ehemaliger Juso-Vorsitzender aus Lüdenscheid. „Eine App könnte eine Vernetzung verschiedenster Angebote bieten“, begann Dominik Hass mit seinem Vortrag. Als Beispiel brachte er die Stadt Mailand. 

Dort entstand ein neuer Stadtteil, der sich durch eine App vernetzte. Brauchte eine Familie einen Babysitter, konnte sie in der App nachsehen, wer von den Nachbarn zu Hause war und sich als Babysitter anbot. Auch war dort zu erfahren, wer seinen Rasenmäher zur Verfügung stellte, sein Fahrrad oder sein Auto für ein Carsharing.

Dieses Angebot sei zwar eher für größere Städte interessant, so Dominik Hass, doch biete sich für Kierspe etwa eine App an, in der ein Busfahrplan enthalten ist, über die auch die Fahrkarten gekauft werden können. Des Weiteren könnten diese Busse den Feinstaub messen und die Livedaten direkt an die App senden. 

Miteinander und Nachbarschaftshilfe

Hinzu kämen Serviceleistungen der Stadtverwaltung, sodass man nicht mehr für jedes Anliegen zum Rathaus gehen muss. Während Carsharing weniger für Kleinstädte eine Option ist, könnten sogenannte „Mitfahrbänke“ interessant werden. Wer auf diesen besonders gekennzeichneten Bänken sitzt, gibt zu erkennen, dass er mitgenommen werden möchte. 

Auch Smart-Living wäre eine Option. Mit dieser Funktion haben Haushalte die Möglichkeit, beispielsweise Waschmaschinen zu einer Zeit laufen zu lassen, in der der Strombedarf gering ist. So würden sie von günstigeren Strompreisen profitieren. Groß sind also die Möglichkeiten, Dienste über eine einzige App anzubieten. 

Dass diese für Kleinstädte anders gestrickt sein muss als für Großstädte, verstehe sich von selbst. Doch könnten das Miteinander und auch die Nachbarschaftshilfe gestärkt werden, so das Fazit.

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