Bahnhof 3 und 90: Eingang neu gestaltet

Haben den Eingang des Jugendzentrums neu gestaltet: Justin, Marssi, Susanne Sattler, Sophia Beste, Soner, Christian Schwanke, Klaus Schulz, Pino und Olaf Stelse (von links). Foto: Meyer

Kierspe - „Da kann man doch noch was machen“ – das dachten sich Susanne Sattler und Christian Schwanke vom Jugendzentrum Bahnhof 3 und 90 an der Kölner Straße. Der graue Eingang des ehemaligen Helit-Komplexes hatte kaum Charme und wirkte wenig einladend. Kurzum steckte man die Köpfe zusammen, mit dem Ziel mehr Farbe an die Wände zu bekommen.

„Wir wollten den Eingang wieder etwas freundlicher gestalten, damit dieser auch als solcher zu erkennen ist“, erklärt Satteler, die Leiterin der offenen Jugendarbeit in Kierspe.

Mit der heimischen Künstlerin Sophia Beste fand sich schnell eine Partnerin, die das Projekt zusammen mit sieben Jugendlichen und Streetworkerin Sibylle Wiehle auf den Weg brachte. Als Sponsor wurde der Kiersper Malerbetrieb Schulz und Witt ins Boot geholt. Firmeninhaber Klaus Schulz: „Ich finde, dass für junge Leute etwas getan werden muss. Sie sollen neue Impulse bekommen und somit weg von der Straße kommen.“ Der Malermeister ist sich sicher, dass die neuen Bilder länger erhalten bleiben, wenn die Jugendlichen sie selbst gestalten.

Gemeinsam wurde in den Sommerferien zwei Wochen lang der Pinsel geschwungen – Fußbälle, Billardkugeln und lebensgroße Basketballspieler, die anhand der Umrisse einiger Jugendzentrumsbesuche gezeichnet wurden, fanden ihren Weg an die Eingangswände. „Die Zeit war günstig. So konnten wir das Projekt in die Ferienspiele einfließen lassen. Wir wollten damit zeigen, dass man auch etwas mit einfachen Mitteln gestalten kann, ohne eine Eins in Kunst zu haben. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht“, sagt Sophia Beste, die das Projekt unentgeldlich unterstützte. Auch die Jugendlichen waren von der Idee begeistert. „Wir wollten etwas für unser Jugendzentrum tun“, betont der 16-jährige Soner Özen. Neben dem frisch gestrichenen Eingang erhielt das Jugendzentrum auch ein neues Namensschild, dass die Evangelische Gemeinde angeschafft hatte. „Wenn das Gebäude so verschönert wird, dann ist das auch in unserem Sinne“, meint Olaf Stelse, der zusammen mit Klaus Schulz Mitglied der Manfred-Fischer-Stiftung ist, in dessen Besitz sich das Gebäude an der Kölner Straße befindet. - Von Martin Meyer. -

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