Schnelles Internet für Privathaushalte

Weiterer Ausbau des Glasfasernetzes

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Die Karte Breitbandausbau Wohngebiete auf der Internetseite des Märkischen Kreises zeigt, welche Flächen in Kierspe in den kommenden zweieinhalb Jahren mit Glasfaserkabeln versorgt werden sollen.

Kierspe - Sowohl Gewerbebetriebe als auch Privathaushalte in Kierspe profitieren von den Förderprogrammen, die für die Versorgung von Breitbandanschlüssen aufgelegt wurden – vorausgesetzt, die Grundstücke liegen in den Förderflächen, also den Gebieten, die laut der Planung mit Glasfaserkabeln erreicht und versorgt werden können.

Die Gewerbebetriebe in Kierspe, die sich für den Breitbandanschluss entschlossen haben, sind mittlerweile nahezu alle versorgt. Denn die Deutsche Telekom AG, die sowohl für den Anschluss der Gewerbebetriebe als auch der privaten Haushalte in Kierspe jeweils den Auftrag erhalten hat, wird in Kierspe in den nächsten gut zwei Monaten die Arbeiten abschließen – vorläufig. Denn nach wie vor haben Gewerbebetriebe, die in den Förderflächen des Regionalen Wirtschaftsförderprogramms liegen, die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu erhalten.

Der entsprechende Herstellungsauftrag kann nachgereicht werden, Fristen gibt es hier nicht. Auch die Konditionen behalten bis auf Weiteres ihre Gültigkeit, das heißt, dass für die Verlegung des Kabels bis zur Grundstücksgrenze ein pauschaler Anschlusspreis auch nach dem Durchführungszeitraum von 799,95 Euro zu zahlen ist. Dies bedeute aber auch, so erklärt der Breitbandbeauftragte des Märkischen Kreises, Sergej Rudsinski, dass kein weiteres Förderverfahren in diesen Gebieten Anwendung finden darf.

Abgabefrist für Herstellungsauftrag

Ein wenig anders sieht die Versorgung der Privathaushalte mit schnellem Internet aus. Alle, die im Bereich der Flächen des Bundesförderprogramms liegen – in Kierspe sind dies 2964 Immobilien – erhalten kostenlos einen Glasfaseranschluss, wenn sie den Herstellungsauftrag abgeschickt haben. Alle, die das noch nicht getan haben, sollten sich sputen, denn die Frist dafür läuft am 15. Juni ab.

Zwar kann man sich auch noch später anschließen lassen, doch dann entstehen, wie bei Gewerbebetrieben, Kosten. Die Verwaltung der Stadt Kierspe hat längst mit einem Info-Brief Formulare für den Herstellungsauftrag an die Grundbesitzer versandt – wer dieses Schreiben mit dem Antragsformular nicht erhalten haben sollte, obwohl sein Grundstück innerhalb der Förderflächen liegt, kann dies kurzfristig noch nachholen. Den Antrag gibt es im Internet unter www.kierspe.de/wAssets/docs/aktuelles/2020-unentgeltlicher-Herstellungsauftrag-Glasfaseranschluss-Telekom.pdf.

In Hüttebruch werden ebenfalls noch Kabel für Gewerbebetriebe verlegt - der Anschluss von Privathaushalten wird folgen.

Wer nicht sicher ist, ob sein Grundstück in einem Gebiet liegt, dass mit schnellem Internet versorgt wird, kann dies im Netz unter www. maerkischer-kreis.de/breitband.php überprüfen. Denn dort gibt es nicht nur vielfältige Informationen zum Thema, sondern auch eine Karte, auf der die Förderflächen gekennzeichnet sind. So wird auch in Berken, Loh, Beerenburg und Höhlen das Glasfaserkabel verlegt wie auch in Bürhausen sowie Vollme – und natürlich ebenfalls in den größten Teilen der Kiersper Innenstadt.

Im Bereich Herlinghausen werden derzeit die letzten Meter Glasfaserkabel für Gewerbebetriebe verlegt.

Informationen können Interessierte nicht nur auf der Internetseite des Märkischen Kreises, sondern ebenso beim sogenannten Bauherrenservice der Telekom erhalten, der unter Tel. 08 00/3 30 19 03 erreichbar ist. Gleiches gilt für die „Validierungshotline“ der Telekom (08 00/7 73 38 88); es handelt sich bei beiden um kostenlose Rufnummern. Im Übrigen versendet die Telekom auch schriftliche Bestätigungen auf den Herstellungsauftrag. Sollte jemand diesen auch nach längerer Zeit nicht erhalten halten, kann er bei der Validierungshotline nachfragen.

Es waren zwar auch Info-Veranstaltungen geplant, doch fielen sie bislang der Corona-Pandemie zum Opfer. Jedoch wird mit den Grundstücksbesitzer gesprochen, bevor der Bagger anrückt. Die Glasfaserkabelverlegung zu den Privathaushalten in Kierspe soll, so die Planungen der Telekom, im August beginnen und bis Ende des Jahres 2022 abgeschlossen sein, sodass dann die meisten Firmen und Gewerbebetriebe und sehr viele Kiersper Bürger über schnelles Internet verfügen können.

Fibre To The Home (FTTH)

Als FTTH (fibre to the home) bezeichnet man das Verlegen von Lichtwellenleitern (LWL) bis in die Wohnung des Teilnehmers. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei FITH (fibre in the home), worunter man das optische Netzwerk innerhalb des Hauses versteht. Häufig kommen dort biegeunempfindlichere Fasern zum Einsatz, die eine Verlegung in bestehenden Rohren oder Kanälen ermöglichen. Kabel mit diesen Fasern sind oft nur 3 Millimeter dick (oder dünner) und können in einem Radius von 15 Millimetern (nach Spezifikation) verlegt werden. In der Wohnung werden diese Kabel in einer speziellen Kommunikationssteckdose aufgenommen und auf LWL-Kupplungen geführt. Von dort werden sie mit einem Glasfaseranschlusskabel mit der Endeinrichtung (zum Beispiel einem Router) verbunden. (Quelle: Wikipedia)

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