Kiersper Gesamtschüler feiern ihren Abschluss

Zeugnisse für die Schüler und Geschenke für die Lehrer sorgten bei den meisten für strahlende Gesichter.

KIERSPE ▪ Großer Bahnhof am Freitag in der neuen Turnhalle, wo der 10. Jahrgang der Gesamtschule Kierspe seinen Abschluss feierte. Die Begrüßung der zahlreichen Gäste vor der Bahnsteigkulisse war international. Das Programm, das die Schüler für diesen Anlass vorbereitet hatten, abwechslungsreich. Moderiert wurde es von Gentiana Avtimeta und Jana Ellebrecht.

Die Band von Jan Meitz & Co. empfing die Gäste mit „Enter Sandman“. Katharina Termer am Klavier begeisterte nach der Begrüßung mit dem Stück „Kiss the Rain“, und dann hatte Schulleiterin Monika Hahn das Wort. Sie erinnerte an die Anfänge der heutigen 10. Klassen an der Gesamtschule. Aus den damals ein wenig eingeschüchterten, aber neugierigen Kindern seien heute junge Menschen geworden, die die Gesellschaft künftig mitgestalten würden, sagte die Schulleiterin. Die Jugendlichen seien die Hoffnungsträger eines Landes und einer Gesellschaft, betonte sie und ermutigte die Schulabgänger: „Wagt das Leben!“ Trotz Krise oder schwieriger Zeiten: „Strengt Euch an, Eure Ziele durchzusetzen!“

Nicht nur Spaß, auch Leistung, Ausdauer und Disziplin bestimmten das Leben. Dies hätten die Schulabgänger während ihrer GSK-Zeit gelernt und könnten heute stolz sein auf mehr Wissen und Können.

Auch hinter dem allgegenwärtigen Traum vom Superstar stehe letztlich nur der Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung, nach Liebe, Lob und Verständnis. Hahn empfahl den Zehntklässlern ein Leben mit „kühlem Kopf und heißem Herzen“. Cool (kühl) sein sei nur im Sinne von nachdenklich sinnvoll. Verstanden als kalt und gleichgültig mache es nur einsam. Bei gemeinsamen Aktivitäten eine Null-Bock-Haltung zu zeigen, beraube außerdem alle Beteiligten.

Bei der kürzlich erfolgten Qualitätsprüfung der Gesamtschule sei ein sehr gutes soziales Klima festgestellt worden, berichtete Monika Hahn und forderte: „Achtet die Anderen, egal woher sie kommen!“

Kritisch hinterfragt wurde die Toleranz und gegenseitige Akzeptanz der Schüler sowie ihr Einsatz für Bildung und damit für ihren weiteren Lebensweg von der Beratungslehrerin Hildegard Friedrichs.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Luise Linde überbrachte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung und riet den Schülern sich beim Eintritt „ins feindliche Leben“ das Lachen und die Fröhlichkeit zu bewahren.

Hans-Georg Englmann, dem die Schulleiterin für sein 16-jähriges Engagement für die 9. und 10. Klassen mit einem Blumenstrauß dankte, nahm in seinem Abschiedswort das Bild vom Bahnhof, den die Schulabgänger als Kulisse für ihre Feier gewählt hatten, wieder auf. Der Besuch der Gesamtschule sei für die 183 Schüler kein „Zug nach Nirgendwo“ gewesen. Jetzt sei es an der Zeit, die Anschlusszüge zu nehmen, Sonderziele anzusteuern. Englmann wird künftig vornehmlich als Studien- und Berufskoordinator tätig sein.

Musik, Tanz und Gesang sowie Beatboxen, ein Musicalsketch und ein Ratespiel für Lehrer umrahmten die Wortbeiträge. 14 Schüler der 10. Klassen wurden vor der Zeugnisausgabe für ihre Teilnahme am Känguru Wettbewerb, einem mathematischen Multiple-Choise-Wettbewerb, ausgezeichnet, an dem sich 160 Schüler der GSK beteiligt hatten.

„Komm Abschluss – wir gehen“ lautete das Motto der Zehntklässler, die sich bei der Zeugnisausgabe mit Geschenken bei ihren jeweiligen Klassenlehrern für die gemeinsamen Jahre bedankten. Mit einem optimistischen, gemeinsam gesungenen Lied, „Always look on the bright Side of Life“, starteten sie anschließend in ihren neuen Lebensabschnitt. ▪ luka

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