Kiersper Gemeindestraße zwischen B 54 und Haus Rhade bis ins nächste Jahr gesperrt

Nun doch Abriss der alten Brücke

Wo einst das sogenannte Durchlassbauwerk stand, ist derzeit ein tiefes Loch. Die alte Brücke ist abgerissen, die Pläne für eine neue befinden sich in der Prüfung.
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Wo einst das sogenannte Durchlassbauwerk stand, ist derzeit ein tiefes Loch. Die alte Brücke ist abgerissen, die Pläne für eine neue befinden sich in der Prüfung.

Kierspe – „Die Arbeiten für die eigentliche Bahnübergangserneuerung werden wie geplant Ende November abgeschlossen sein“, erklärt eine Bahn-Sprecherin auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung. Damit ist der Bahnübergang bei Haus Rhade gemeint, der letzte, der im Zuge der Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kierspe und Lüdenscheid noch erneuert werden musste.

Allerdings ist es wegen der Brücke über der Flutwiese – zwischen Bahnübergang und Haus Rhade – zu Verzögerungen in der Bauzeit gekommen. Wie die Bahnsprecherin dazu ausführt, sollten auch diese Arbeiten bis Ende dieses Monats abgeschlossen werden, sodass die Gemeindestraße zwischen der B 54 und der L 528 wieder hätte freigegeben werden können. Dies verzögere sich nun aber bis ins erste Quartal des kommenden Jahres, was bedeutet, dass die Durchfahrt von Haus Rhade zur B 54 und umgekehrt weiterhin „dicht“ bleibt.

Die Bahnsprecherin erläutert auch die bautechnischen Umstände an diesem Durchlassbauwerk, die eine Neuplanung notwendig machten. Es handele sich um ein über 100 Jahre altes Gewölbebauwerk aus Naturstein, das 4,30 Meter lang, 5,61 Meter breit und 1,67 Meter hoch ist. Diese Brücke – neben der eigentlichen, die über den Volme-Bach führt – müsse um 2,77 Meter verbreitert werden, „um den Begegnungsverkehr innerhalb des Räumstreckenbereiches am Bahnübergang zu gewährleisten“.

Es handelt sich nicht um die Brücke über die Volme, sondern die in Richtung B 54 vorgelagerte.

Vorgesehen war, so die Bahn-Sprecherin, die östlichen Flügelwände und Teilbereiche der Stirnmauer vor und hinter dem Bestandsbauwerk zurückzubauen, um so die neu zu errichtende Straßenüberführung in Form eines Stahlbetonrahmens anzuschließen. Bei den Abbrucharbeiten sei dann aber festgestellt worden, dass sich das Mauerwerk aus Bruchsteinen unterschiedlicher Größe sowie ohne erkennbares Fugenbild beziehungsweise Mauerwerksverband zusammensetzt. Der Zustand des alten Durchlassbauwerks hatte zur Folge, es nun doch abzureißen und ganz neu zu bauen. Dies habe ein Gutachten von Fachingenieuren ergeben. Dafür wiederum habe die Planung überarbeitet werden müssen – mit der Folge, dass mit den Arbeiten nicht wie ursprünglich geplant begonnen werden konnte. Denn die Neuplanung befinde sich, wie die Bahn-Sprecherin erklärte, derzeit noch im Prüflauf. „Wir rechnen damit, dass die Arbeiten ab circa Mitte November wieder aufgenommen werden können“, heißt es von der Bahn.

Im Übrigen haben die Baumaßnahmen weder am Bahnübergang noch am Brückenbauwerk Einfluss auf den Betrieb der Regionalbahn 25, die weiterhin stündlich von Kierspe nach Lüdenscheid und zurück fährt. Jedoch bleibt die Vollsperrung der Gemeindestraße zwischen der B 54 und Haus Rhade bis ins nächste Jahr hinein bestehen.

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