Kiersper Gemeinde bricht Veranstaltungsreihe ab

Corona: „Reise durch den Advent“ endet früher als geplant

Mit Kerzen erleuchteten die Kirchenbesucher die Dunkelheit.
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Mit Kerzen erleuchteten die Kirchenbesucher die Dunkelheit.

Kierspe – Auch die Gemeinde St. Josef folgt den coronabedingten Beschränkungen und bricht ihre „Reise durch den Advent“ ab. Die letzte Station war deshalb am Mittwoch das adventliche Abendlob der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD), das eigentlich eine Andacht unter vielen anderen hatte sein sollen.

Dabei gedachten die Frauen auch der heiligen Lucia, deren Gedenktag die katholische Kirche am 13. Dezember feiert. Ihr zu Ehren – der Name „Lucia“ bedeutet Lichtträgerin – war der Altarraum mit brennenden Teelichtern geschmückt. Die Frauen verteilten auch Kerzen an alle, die in die Kirche gekommen waren. Weil die Kirche nur sparsam erleuchtet war, wurde die Lichtsymbolik dadurch umso eindrücklicher.

Von Tobias Spenke an der Orgel begleitet, lasen Mitglieder der KFD Texte von Huub Oosterhuis, Silja Walter und Karl Rahner, die sich alle um das Thema Advent drehten: Hoffen und Sehnen, Wachen und Warten, Bereitschaft für die Ankunft des Herrn. Die angespannte Aufbruchstimmung, die sich für Christen mit dem Advent verbindet, wurde in diesen Texten deutlich. Sanfter Weihrauchduft zog vom Altar her in Richtung Kirchenraum; die Liturgie leitete Pastor Gregor Myrda.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Advent in der katholischen Kirche übrigens als Fastenzeit begangen; seinen Charakter als Bußzeit mit Blick auf die endzeitliche Wiederkunft Christi hat er bis heute nicht verloren, auch wenn man in „normalen“ Zeiten mit Weihnachtsmärkten und vorweihnachtlichen Shoppingtouren nichts davon merkt. So gesehen, kommt der „Lockdown“ der ursprünglichen Form des Advents wesentlich näher.

Die ersten Christen hatten mit Weihnachten übrigens nichts im Sinn – das Geburtsfest Jesu setzte sich frühestens ab dem vierten Jahrhundert als Hochfest der Kirche durch.

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