Hagebaumarkt und Petz verkaufen Böller

Silvesterböller: Hagebaumarkt in Werne verkauft kein Feuerwerk - Wie sieht es im Markt in Kierspe aus?

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Raketen, Böller & Co. können auch zu diesem Silvester in Kierspe gekauft werden – Aktionen anderer Geschäfte seiner Kette folgt der Hagebaumarkt nicht.

Kierspe - Mittlerweile verzichten die ersten Geschäfte und Handelsketten auf Raketen und Böller. Doch Kiersper Feuerwerksfreunde können „aufatmen“.

Am letzten Tag des Jahres setzen Feuerwerkskörper rund 5000 Tonnen Feinstaub frei – und damit ist die Feistaubbelastung in Städten so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. Darauf haben mittlerweile auch etliche Händler reagiert. Unter anderem ein Hagebaumarkt in Werne, der angekündigt hat, in diesem Jahr keine Feuerwerkskörper anzubieten. „Wir möchten damit einen Beitrag leisten, Lärm zu vermeiden und etwas für die Umwelt und gegen die Belastung durch Feinstaub zu tun“, erklärt Christian Menne, Filialleiter des Werner Marktes, im Gespräch mit dem Westfälischen Anzeiger.

Allerdings gehört der Markt damit zu den Ausnahmen – nicht nur in der Hagebaugruppe, sondern generell unter den Verkäufern von Feuerwerk. So wird es in der Kiersper Filiale des Hagebaumarktes ab dem 29. Dezember Feuwerk geben. „Wir sind ein Franchise-Unternehmen und gehören damit unterschiedlichen Eigentümern, die die Entscheidungen treffen“, erklärt der Kiersper Hagebau-Filialleiter Timo Cegielski auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung. Man habe bereits im Sommer eine Vororder getroffen, daran habe sich auch nichts geändert.

 Ähnlich sieht es auch ein paar Hundert Meter weiter im Petz aus. Auch dort werden ab dem Samstag vor Silvester, 28. Dezember, Raketen und Böller verkauft. „Darüber hat es meines Wissens auch keine Diskussionen gegeben“, sagt Marcus Becker, Filialleiter des Petz-Marktes an der Kiersper Thingslindestraße.

Allerdings ist eine Trendwende beim Verkauf des Feuerwerke zu erkennen. So gibt auch die Baumarkt-Kette Hornbach den Verkauf komplett auf – allerdings erst im kommenden Jahr. Ganz grundlos ist dieses Verhalten nicht, denn nach einer Studie der Europäischen Umweltagentur gibt es rund 59 000 vorzeitig durch Feinstaub verursachte Todesfälle allein in Deutschland.

Demnach würden die etwa 5000 Tonnen Feinstaub, die in jedem Jahr an Silvester freigesetzt werden, rund 16 Prozent der Menge an Feinstaub entsprechen, die an den übrigen 364 Tagen vom Straßenverkehr verursacht würde. Auch für Wild- und Haustiere sei das Knallen zum Jahreswechsel alles andere als angenehm. So fordert der Naturschutzbund Nabu in einer Pressemitteilung, in Parks und auf Grünflächen ganz auf das Feuerwerk zu verzichten, da der ungewohnte Lärm bei vielen Tieren Panik und Angstzustände auslösen könne.

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