Kein unnötiges Risiko eingehen

Coronavirus: Feuerwehr sagt Treffen der Spielmannszüge ab

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Der Kiersper Spielmannszug hatte sich sehr auf die Veranstaltung am 29. März gefreut und dafür bereits fleißig geprobt.

Kierspe – Das Coronavirus ist seit einiger Zeit das allgegenwärtige Thema.

Das Thema bleibt auch weiter groß, egal ob in den Medien, oder in geschäftlichen und privaten Beziehungen und Gesprächen. Die einen sagen, es sei völlig überzogen, andere decken sich mit Toilettenpapier und Nudeln ein.

„Niemand kann geraden sagen was richtig oder falsch ist. Selbst die Entscheidungsträger in der Politik eiern mehr herum als zielstrebig voran zu gehen“, sagt der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe, Christian Schwanke.

Nichtsdestotrotz mussten auch innerhalb der Feuerwehr Kierspe Entscheidungen gefällt werden, erläutert Schwanke weiter. Eine betrifft auch das Treffen der musiktreibenden Züge, das für den 29. März geplant war. Dazu wurden mehr als 300 Gäste erwartet. Darunter mehrere Hundert Feuerwehrangehörige.

„Und da liegt das Problem“, so Schwanke weiter, „wäre im Nachhinein ein Beteiligter als tatsächlich infiziert bestätigt worden, hätte alle Einsatzkräfte, die Kontakt mit dieser Person gehabt hätten, eine 14-tägige Quarantäne gedroht. Im schlimmsten Fall wäre Kierspe oder eine andere Stadt einen halben Monat ohne Feuerwehr.“

In vielen Beratungen zwischen der Leitung der Feuerwehr Kierspe und allen Einheitsführern ging es um die derzeitige Virus-Epidemie, und wie die Feuerwehr Kierspe damit umgeht. Es wurden weitreichende Maßnahmen in allen Bereichen beschlossen. Eine davon sieht vor, dass die Veranstaltung am 29. März nicht stattfinden könne. „Es ist geplant, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen“, so Schwanke weiter.

Abschließend heißt es: „Die Feuerwehr ist – entgegen anderer Gruppen, Vereine oder privater Veranstalter – weiterhin für die Gefahrenabwehr und somit zum Schutz der Bevölkerung da. Sie gehört zur kritischen Infrastruktur einer Gemeinde und kann sich deshalb nicht leisten, dass ganze Einheiten durch potenziell denkbare Quarantänemaßnahmen ausfallen könnten.“

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