Feuerwehr muss vor Wassermassen kapitulieren

Weggebrochen: Wasser unterspült K 3

Hochwasser - Überschwemmungen - Dauerregen
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Die K 3 ist im Bereich Mühlen-Schmidthausen zum Teil unterspült worden, ein Teil der Straße brach weg.

„So etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagt Feuerwehrmann Christian Schwanke, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe, „die Volme war dreimal so groß wie sonst“. Schwanke hat wie die anderen Wehrleute bei Einsätzen schon vieles erlebt, doch nun musste die Wehr zumindest an zwei Stellen vor dem starken Dauerregen kapitulieren.

Kierspe - In Sankel trat die Volme über die Ufer und überschwemmte alles und auch Vor den Eicken schoss so viel Wasser durch den eigentlich kleinen Bach, dass die Pumpen es nicht mehr schafften. „So viele Pumpen haben wir gar nicht,“ verdeutlicht Schwanke, dass die Wehrleute den Wassermassen nicht mehr gewachsen waren.

Angesichts von fast 50 Einsätzen musste die Wehr Prioritäten setzen und dort helfen, wo es am dringendsten war. Überschwemmungen in Sankel, In der Grüne und Bollwerk – letztlich der Grund, warum die Bundesstraße 54 gesperrt wurde – , vollgelaufene Keller an der Fritz-Linde-, der Kölner- , der Thingslindestraße und Am Stade – überall waren die Feuerwehrleute pausenlos im Einsatz. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Auch die Kiersper Feuerwehr war, etwa in Bollwerk, im Dauereinsatz.

Viel Nacharbeit

Auch wenn der Starkregen aufgehört hat, so gilt es nun, die Einsatzstellen vom Mittwoch nachzuarbeiten, wie Pressesprecher Christian Schwanke erklärt. Auch dabei fährt der Einsatzleitwagen die Orte ab, setzt Prioritäten, wo zuerst gearbeitet wird. Nicht mehr anfahren muss und kann die Wehr die Kreisstraße 3. Dort ist die Straße von den Wassermassen so stark unterspült worden, dass ein Stück der Straße weggebrochen ist. Was natürlich heißt, dass die K 3 auf unbestimmte Zeit in einem Teilbereich vollgesperrt ist. Dagegen dürfte die Sperrung der B 54 über kurz oder lang wieder aufgehoben werden. Wann das sein wird, konnte eine Pressesprecherin der Polizei noch nicht genau sagen.

Das Unwetter mit seinem katastrophalen Starkregen habe auch gezeigt, dass die Arbeit, der Einsatz der Feuerwehr eine große Wertschätzung genießt. Viele hätten sich gemeldet, so Christian Schwanke, ob sie nicht helfen können. Ein Bürger sei am Donnerstagmittag sogar mit einem Grill und Würstchen im Gepäck vorbeigekommen und habe für die Feuerwehrmänner und -frauen gegrillt.

In der Senke der Friedrich-Ebert-Straße, Abzweig Fritz-Linde-Straße, sammelte sich schnell das Wasser.

Selbst die Menschen, die durch das Hochwasser und Überschwemmungen Schäden zu beklagen hatten, hätten Verständnis gezeigt, wenn die Wehr mit den Worten „wir können nichts mehr machen, aber wir kommen wieder“ abrücken mussten – so geschehen in den Ortslagen In der Grüne, in Sankel und in Bollwerk. Nun muss nicht nur aufgeräumt, sondern auch geprüft werden, ob weitere Straßen wie die K 3 vom Wasser unterspült wurden und daher die Gefahr besteht, dass Teile der Fahrbahn einfach wegbrechen können.

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