Kiersper Ferienkinder besuchen Schleiper Hammer

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Gespannt verfolgten die Kinder die Führung durch den Schleiper Hammer. ▪

KIERSPE ▪ Laut hämmern die Maschinen, es ist dunkel, nur das Schmiedefeuer erhält den Maschinenbereich. So würde heute niemand mehr arbeiten, da sind sich die sieben Kinder einig. Sie besuchten am Mittwoch im Rahmen der städtischen Kinderferienspaßaktion den Schleiper Hammer.

„Eure Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großväter haben vielleicht mit diesen Maschinen gearbeitet“, berichtet Wilhelm Kattwinkel, vom Heimatverein. Staunend blicken die Kinder zu ihm auf. Für die Kleinen ist es kaum vorstellbar in so einer dunklen und vor allem lauten Fabrik zu arbeiten. Doch früher sei das normal gewesen. „Nur das Schmiedefeuer und eine Öllampe haben den Raum beleuchtet“, erklärt Kattwinkel weiter. Die Maschinen seien mehr als 100 Jahre alt, dennoch funktionieren sie tadellos. Heute finde man diese natürlich nirgends. Für eine normale Produktion seien sie nicht mehr geeignet. Dennoch funktionieren auch heute noch viele Maschinen nach genau dem selben Prinzip, nur eben moderner, und effektiver. An der Kniehebelpresse und an einem Hammer demonstrieren die Vereinsmitglieder, wie das Material verarbeitet wird. „Bor, ist das laut“, staunen die Kinder und halten sich die Ohren zu.

Beeindruckt vom Hämmern und schmieden geht es hinauf zur Kunststoffverarbeitung. „Hier zeigen wir euch wie Kunststoffe gepresst wurden“, berichtet Kattwinkel. Gebannt verfolgen insbesondere die Jungs die Arbeit. Zum Abschluss gibt es Waffeln, die vom Heimatverein gebacken wurden.

Lydia Machelett

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