Chromblitzendes Motorrad führt zum Eheglück 

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Diamantene Hochzeit der Eheleute Margot und Günter Kunsch aus Rönsahl. Zu den Gratulanten zählte auch Ortsbürgermeister Holger Scheel.

Kierspe - Sieg auf der ganzen Linie: Der Einladung zu einer gemeinsamen Fahrt mit der „Viktoria“ konnte Margot Kunsch (geb. Kendziorra) damals vor 60 Jahren kaum widerstehen. Heute feiert sie mit ihrem Ehemann Günter diamantene Hochzeit. 

Das chromblitzende Motorrad mit dem „irren Sound“ hatte es nicht nur seinem stolzen Besitzer Günter Kunsch angetan, sondern schon bald auch seiner späteren Lebensgefährtin. Noch ganz genau erinnert sich das Ehepaar nämlich an ihre erste Begegnung. 

Die kam eigentlich mehr zufällig zustande. Bei einem Schaufensterbummel in Meinerzhagen trafen sich die Blicke. Schwer zu sagen, was der jungen Frau nun besser gefiel, das flotte Motorrad oder doch eher dessen smarter Fahrer. Für Günter Kunsch stand jedenfalls sofort fest: „Die lädst du ein zu einer Motorradfahrt.“ 

Gesagt, getan, und das war der Anfang einer großen Liebe, die am 22. März 1956 mit dem in der Margarethenkirche geschlossenen Bund fürs Leben besiegelt wurde. Der Lebensweg des Paares, die in dieser Woche im kleinen Kreis ihren runden Hochzeitstag feierten und ihre diamantene Hochzeit in einigen Tagen im Kreis der Familie begehen wollen, ist schnell skizziert. 

Margot Kunsch erblickte in Pommern das Licht der Welt und kam in der Nachkriegszeit mit ihren Eltern nach Kierspe, wo sie auch aufwuchs und später in mehreren Firmen arbeitete und so zum Familieneinkommen beitrug. Günter Kunsch wurde in Holland geboren. Er erlernte den Beruf des Klempners und Installateurs, arbeitete lange Jahre in diesem Metier, bevor er bei der Firma Fuchs bis zum Eintritt ins Rentenalter als technischer Angestellter tätig war. 

"Reisefieber" hat mittlerweile ganze Familie befallen

Als sich vor nunmehr 42 Jahren die Möglichkeit bot, ein Eigenheim am SGV-Weg in Rönsahl zu erwerben, zögerten die Eheleute nicht lange. Dort wuchsen die Kinder – zwei Töchter und ein Sohn – auf, und dort fühlen sich die Eheleute noch heute zuhause – zumindest, wenn sie gerade einmal nicht auf Reisen sind. 

Mit dem Wohnmobil geht es, seitdem es die Freizeit erlaubt, oft auf Tour. Ostdeutschland und vor allem die nordischen Länder sind bevorzugte Reiseziele. Und das „Reisefieber“ hat mittlerweile auch die inzwischen mit Kindern und Schwiegerkindern, sieben Enkeln und elf Urenkeln auf 27 Personen angewachsene Familie befallen. Sie alle sind gern mit Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs und freuen sich auf das nächste Familientreffen, das zu Pfingsten im Münsterland steigt.

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