„CDU steht für Kompetenz und Glaubwürdigkeit“

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Markus Pempe übernimmt den Wahlreis von Horst Becker.

KIERSPE - Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre Kommunalpolitik und die Bundestagswahl, die Wahl der Kandidaten für die 17 Kiersper Bezirke und die Festlegung der Rangfolge auf der Reserveliste waren die Themen der CDU-Versammlung. Auch nutzten die Kreistagskandidaten das Treffen, um sich vorzustellen.

Von Johannes Becker

„Die CDU steht für Kompetenz und Glaubwürdigkeit, das wurde in der Euro-Krise deutlich und bei der Bundestagswahl belohnt“, begann der heimische CDU-Vorsitzende Holger Scheel seine Rede. Was im Bund gelte, gelte auch vor Ort, so Scheel weiter: „In Kierspe steht die Partei auch für eine konstruktive Stadtentwicklung mit Augenmaß.“ Als Beispiele nannte er das Gewerbegebiet Kiersperhagen und den Ausbau des Fachmarktzentrums Wildenkuhlen. Durch den Bau des Zentrums sei es gelungen, Arbeitsplätze zu schaffen und Kaufkraft in Kierspe zu binden. Als weiteren Punkt christdemokratischen Handelns vor Ort nannte der Vorsitzende die Initiative seiner Partei, aus der schließlich der Jugendtreff „Bahnhof 3und90“ hervorgegangen sei.

In seiner Rede ging Scheel auch noch einmal auf das Baugebiet Östlich Rathaus ein: „Vor fünf Jahren tobte ein regelrechter Kampf um das Baugebiet, es gab Schmähungen gegenüber dem Bürgermeister und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Tofote. Wir haben uns aber nicht ,kirre’ machen lassen und letztlich hat uns der Erfolg Recht gegeben.“ Auch nutzte der Vorsitzende seine Redezeit, um noch einmal für die Regionale als „einmalige Chance“ zu werben: „Mit dem Volme-Freizeitpark kann man mit relativ wenig Aufwand die Attraktivität der Stadt deutlich steigern. Ich bin gespannt, welche Vorschläge im Rahmen des Wettbewerbes eingereicht werden und wie das Gelände schließlich aussieht.“

Doch der Blick von Scheel war nicht nur nach hinten gewandt, für die Zukunft wünscht er sich eine Attraktivitätssteigerung des Dorfes, die über die Ansiedlung eines neuen Supermarktes hinausgeht, so sprach er sich für „ansprechende Gastronomie“ aus.

Er mahnte auch, dass man weiterhin Wohnbauflächen für Familien schaffen müsse, um der Abwanderung aus der Stadt etwas entgegenzusetzen. Bei seinen Überlegungen für Neubauten hatte er aber auch die Senioren im Blick: „Wir brauchen seniorengerechtes Wohnen auch in Rönsahl, damit die Menschen auch in ihrem Dorf bleiben können, wenn sie alt werden.“ Mahnend auch seine Worte zur Disziplin bei den Finanzen. „Wer das Haushaltssicherungskonzept nicht ernst nimmt, der gibt Kierspe auf.“

Nach den Wahlen der Bezirkskandidaten und zur Reserveliste (die MZ berichtete) gab es dann nach einem Beschluss der 31 erschienen CDU-Mitglieder, bei der Wahl im Mai Bürgermeister Frank Emde zu unterstützen. Scheel: „Wir sind gut mit ihm gefahren und haben immer vertrauensvoll zusammengearbeitet.“ In seinem Zuspruch zu Emde begrüßte Scheel zwar, dass mit der Aufstellung eines SPD-Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters die Kiersper eine echte Wahl hätten, warnte aber gleichzeitig: „Einen Bürgermeisterkandidaten ohne Verwaltungserfahrung kann sich Kierspe nicht leisten.“

Im Rahmen der Versammlung nutzten auch die beiden Kreistagskandidaten die Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. So wird bei der Kreistagswahl erstmals Markus Pempe antreten. Der Kiersper übernimmt seinen Wahlbezirk von Horst Becker, der weder für den Rat noch für den Kreistag kandidiert. Da sich der Wahlbezirk von Udo Kritschker auch auf Teile von Kierspe erstreckt, war der Meinerzhagener ebenfalls nach Kierspe gekommen.

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