Olaf Stelse auch mit der CDU auf dem Weg ins Bürgermeisteramt

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Die CDU-Vorstandsmitglieder Jürgen Tofote, Markus Pempe und Holger Scheel (von links) freuen sich, Olaf Stelse (2. von rechts) als Kandidaten für das Bürgermeisteramt präsentieren und unterstützen zu können.

Kierspe - Die Nachricht, dass die CDU Kierspe Olaf Stelse als eigenen Kandidaten sieht und damit dessen Kandidatur um das Amt des Bürgermeisters unterstützt, ist kein Geheimnis mehr. Doch nun lag der Partei auch daran, gemeinsam mit Stelse die Gründe für diese Entscheidung klarzustellen.

„Wir haben 1999 das CDU-Mitglied Jochen Timpe und ab 2004 den unabhängigen Kandidaten Frank Emde unterstützt. Gerade mit Emde haben wir die Erfahrung gemacht, dass Parteilosigkeit und Verwaltungsfachkenntnis keine schlechte Kombination ist. Uns ist jedenfalls ein Fachmann wichtiger als ein Parteimitglied“, formuliert Holger Scheel als CDU-Vorsitzender die Haltung des Vorstands. 

Man habe Stelse schon früh im Blick gehabt, schließlich sei man bei wichtigen Zielen wie dem Haushaltsausgleich und der Zurückhaltung bei Steuererhöhungen auf einer Linie, so Scheel. Der Vorsitzende verwies auch darauf, dass man Stelse 2009 bei seiner Wahl zum Beigeordneten unterstützt habe – und auch bei dessen Wiederwahl 2017. Dass lediglich der Vorstand und nicht die Mitglieder über den Kandidaten entschieden hätten, sah CDU-Vorstandsmitglied Markus Pempe nicht als Nachteil: „Entschieden haben der Partei- und der Fraktionsvorstand. Das sind immerhin 14 Leute – und das Votum war einstimmig.“ 

Besser Fachmann als Parteimitglied

Der Fraktionsvorsitzende Jürgen Tofote machte auch noch einmal klar, dass sich nach der Abschaffung der Doppelspitze in den 1990er-Jahren schnell gezeigt habe, dass es besser sei, einen Verwaltungsspezialisten als Bürgermeister zu wählen als einen Laien, der vielleicht ein Parteibuch habe. Auch sei die Ortskenntnis ein großer Vorteil bei Stelse. „Was nützt es, wenn ein externer Verwaltungsfachmann hier kandidiert, der aber nicht weiß, wo Rönsahl oder Bollwerk liegen?“, formulierte es Scheel ergänzend. 

Dem CDU-Vorsitzenden war aber auch wichtig, zu betonen, dass es in Zukunft keine „Kuschelkoalition“ im Rat geben werde, auch wenn die drei größten Fraktionen den gleichen Kandidaten unterstützen würden. „Alle bleiben in ihrer Arbeit eigenständig“, so Scheel. Scheel war es auch, der sagte, dass letztlich ja auch der Bürger die Wahl entscheide und nicht die Parteien, die sich für einen Kandidaten aussprächen: „Der Wähler hat das letzte Wort – und da ist niemand vor Überraschungen sicher.“ 

Olaf Stelse jedenfalls war die Freude anzumerken, dass nun nach der SPD in der vergangenen Woche auch die CDU ihr Bekenntnis noch einmal wiederholt. „Ich freue mich. Dass die drei großen Fraktionen in mir ihren Kandidaten sehen, zeigt mir, dass ich mit meiner Arbeit in den vergangenen Jahren auf dem richtigen Weg war.“ Gefragt, was für ihn spreche, gab er – wie erwartet – die gleichen Antworten, die er auch schon vergangene Woche bei den Sozialdemokraten gab. Er betonte, dass er in Kierspe aufgewachsen sei, und gab seiner Hoffnung Ausdruck, „dass im Falle meiner Wahl die begonnenen Projekte ohne Reibungsverluste weitergeführt werden können, schließlich bin ich ja in alles eingebunden.“ 

Ausgleich zwischen Fraktionen

Er sieht aber auch, dass es seine Arbeit nicht nur erleichtere, von gleich drei Fraktionen unterstützt zu werden: „Da muss ich den Ausgleich hinkriegen, das steht für mich an erster Stelle.“ Der Kandidat hat auch eine Antwort darauf, was passiert, wenn er nicht Bürgermeister würde. „Da ich bis zum Jahr 2025 gewählt bin, habe ich dann noch fünf Jahre Zeit, zu schauen, ob der dann neue Bürgermeister und ich zusammenarbeiten können. Wenn es nicht passt, muss ich sehen, was dann kommt.“ Doch weder Olaf Stelse noch die anwesenden CDU-Vorstandsmitglieder machen den Eindruck, dass diese Situation wirklich eintreten könne. Vielmehr betonen sie, was ihnen mit einem Bürgermeister Stelse wichtig ist. Scheel: „Wir haben mit Stelse einen Garanten für eine stabile Haushaltspolitik und fast schon den Ausgleich erreicht. Diesen Weg wollen wir auf jeden Fall weitergehen. Es war bisher sicher oft ein mühsamer Weg, aber er hat uns die Stadtentwicklung ermöglicht, die wir jetzt sehen und erleben.“

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