Kiersper CDU möchte Lauschpunkte für Kierspe

Lauschend Fakten erfahren

Lauschpunkte - Lauschtour - CDU-Antrag
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Informationen zum Thema Lauschpunkte finden Interessierte auf der Homepage des Anbieters www.lauschtour.de

CDU-Ratsherr Markus Pempe kennt es aus seiner alten Heimat Bergkamen, wo er im Bereich der „Bergehalde Großes Holz“ auf ein Informationsschild eines sogenannten Lauschpunkts vorfand. Solche touristischen Lauschpunkte möchte Pempe auch in Kierspe einrichten – durch ein vom Leader-Programm gefördertes Kleinprojekt.

Kierspe - „Lauschpunkte“ sind App-basierte Informationsmöglichkeiten. Die App selbst, erklärt der CDU-Ratsherr, heiße „Lauschtour“ und könne im App-Store und im Play-Store kostenfrei heruntergeladen werden. „Mit der Lauschtour-App erkunden Sie Städte, Museen, Rad- und Wanderwege auf spannende Art – jederzeit und im eigenen Tempo. Lassen Sie sich etwas zu Sehenswürdigkeiten und Naturwundern erzählen“, heißt es in der Beschreibung dieses Audioguides für Museen, Städte, Kultur- und Naturschätze.

Um dieses Projekt in Kierspe realisieren zu können, stellt Markus Pempe beziehungsweise seine CDU-Fraktion den Antrag an den Stadtrat „zur Prüfung von Umsetzungsmöglichkeiten zur Einrichtung von touristischen Lauschpunkten im Stadtgebiet. Dabei wird um eine schnelle Vorgehensweise gebeten, damit noch ein Klein-Projekte-Antrag – bis zum 14. Februar möglich – gestellt werden kann. Die Lokale Aktionsgruppe entscheide dann am 10. März darüber.

Voranfrage gestellt

Eine Voranfrage hat Pempe bereits beim Entwickler der App gestellt. Danach würde sich in Kierspe die Einrichtung von zehn Lauschpunkten anbieten. Es bestehe dann die Möglichkeit, sich die Informationen zu den Punkten vorher zuhause herunterzuladen und an den jeweiligen Stellen anzuhören. Natürlich geht dies auch „live“ mit der GPS-Steuerung: Wenn man sich einem Lauschpunkt nähert, würden die etwa zwei bis drei Minuten langen Info-Texte aktiviert.

Mithilfe dieser Audio-Dateien soll das Hauptaugenmerk der Anwender auf Besonderheiten gelenkt werden. Zudem könnten auch Originaltöne von Ortskundigen eingearbeitet werden. Markus Pempe nennt dafür als Beispiel eine Stellungnahme des Ortsheimatpflegers zum Bakelitmuseum. Nicht nur bei Besuchern könnte dadurch das Interesse an den Sehenswürdigen und Besonderheiten von Kierspe geweckt werden. Darin sieht der CDU-Ratsherr eine positive Außendarstellung für die Stadt.

Natürlich hat sich Markus Pempe auch schon Gedanken über Kiersper Lauschpunkte gemacht und schlägt dafür die Rhadermühle sowie Haus Rhade, den Volmefreizeitpark, Neuer Hahn (höchster Punkt von Kierspe, 553,6 Meter über NN), die Margarethen-, Servatius-, Christuskirche und St. Josef Kirche, die Historische Brennerei, das Hülloch (Höhle und Kletterfelsen), das alte Amtshaus beziehungsweise Bakelitmuseum, den Fritz-Linde-Stein, das Fritz-Linde-Museum, den Wienhagen, die Jubachtalsperre, den Schleiper Hammer und das Strandbad Rönsahl vor. Diese Liste könne darüber hinaus noch erweitert werden.

Etwa 9000 Euro Kosten

Die Kosten für circa zehn Lauschpunkte lägen bei rund 9000 Euro. Zu den einmaligen Kosten kämen etwa jährlich 360 Euro für die Unterhaltung. Eine Förderung käme aber nicht nur durch das Kleinprojekte-Programm infrage, sondern ebenfalls durch das Heimatförderungsprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. In der Förderdatenbank des Wirtschaftsministeriums könne man ebenfalls nach einer Bezuschussung suchen.

Bei einer Förderung als Kleinprojekt verbleibt ein Eigenanteil von 1800 Euro. Diese Finanzierungslücke, so hofft Pempe auf Unterstützung, könnte durch den Stadtmarketingverein, die heimischen Geldinstitute oder auch durch Parteien oder Vereine geschlossen werden. Dann wären die Aussichten gut, im Laufe dieses Jahres an rund zehn Stellen in Kierspe Lauschpunkte zu finden, wo sich jeder mittels eines QR-Codes die entsprechende App herunter laden, aber auch schon auf dem Schild Informationen erhalten kann.

Informationen über Lauschtour

Informationen über Lauschpunkte erhalten Interessierte im Internet unter www.lauschtour.de. Und wer sich die kostenlose App aufs Smartphone lädt, kann sich selber ein Bild und sich zahlreiche Beispiele anhören.

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