Silberstreif am Horizont

Bürgermeister Olaf Stelse hofft auf weiter sinkende Inzidenzzahlen

Rathaus Kierspe - Bürgerbüro - Lockerung
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Vordringlich geht es um die Öffnung des Rathauses, des Bürgerbüros.

Ein Silberstreif am Horizont zeichnet sich ab: Die Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen wird aktualisiert und die neuen Regeln gelten ab diesem Freitag. Damit möchte die Landesregierung eine schrittweise größtmögliche Normalisierung aller Lebensbereiche ermöglichen – und im Kiersper Rathaus haben die Planungen für verschiedene Lockerungen begonnen.

Kierspe - „Vordringlich geht es um die Öffnung des Rathauses, des Bürgerbüros“, sagt Bürgermeister Olaf Stelse gegenüber der MZ. Kiersper Bürgerinnen und Bürger könnten dann ohne Testergebnis, aber weiterhin mit Masken, Abstandsregel und Handdesinfektion die Verwaltung aufsuchen. Wann dies sein wird, vermochte Stelse aber noch nicht zu sagen, denn dafür müsse die Inzidenz des Märkischen Kreises, die am Donnerstag bei 58,3 lag, unter 50 sinken und mindestens eine Woche unter dieser Marke bleiben.

Perspektive

Denn die „klare Perspektiven“, welche die Landesregierung mit ihrer Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung aufzeigen will, beinhaltet „weitere vorsichtige Öffnungsschritte“ bei stabilen 7-Tage-Inzidenzen zwischen 50 und 35 sowie noch mehr Lockerungen unter 35 für Kreise und kreisfreie Städte.

„Wir werden weiterhin beobachten, was sich im Kreis tut“, macht der Bürgermeister klar, „und hoffen, dass die Inzidenz weiter nach unten rutscht“. Denn dann könne in Kierspe wieder die Jugendarbeit aufgenommen werden, die Jugendzentren öffnen, sind weitere Themen der Planungen in der Kiersper Verwaltung. Die Freigabe der Sportanlagen, die Öffnung des Hallenbads gehören ebenso dazu.

Kiersper Inzidenz deutlich gesunken

Wenn sich die Tendenz der Inzidenzwerte – auch in Kierspe sind sie von Dienstag (223,3) über Mittwoch (155,1) bis Donnerstag (111,7) deutlich gefallen – im Märkischen Kreis weiter so entwickeln wie in den vergangenen Tagen, besteht durchaus die Möglichkeit, dass am 7. Juni, wenn in den Kindertagesstätten der normale Regelbetrieb (mit Lolli-Testangebot) wieder laufen soll, weitere Lockerungen vom Lockdown in Kraft treten – im Märkischen Kreis und damit auch in Kierspe.

Wenn Inzidenzstufe 2 (50 bis 35,1) erreicht wird, dürfen sich beliebig viele Menschen aus drei Haushalten im öffentlichen Raum und mit Test zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten. Präsenzunterricht in Schulen, Gruppenangebote in der Jugendarbeit mit 20 (innen, ohne Maske) beziehungsweise 30 jungen Menschen (außen) ohne Altersbegrenzung und Konzerte, Theater mit bis zu 500 Personen wird es dann wieder geben können.

Bald wieder Zuschauer erlaubt?

Kontaktsport wie Fußball mit 25 Sportlern (außen) beziehungsweise 12 (innen), kontaktfrei innen wie außen ohne Begrenzung und selbst Zuschauer (bis 1000, maximal 33 Prozent der Kapazität, innen 500) werden bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 möglich sein. Selbst private Veranstaltungen mit 100 (außen) beziehungsweise 50 Teilnehmern (innen) sind dann realisierbar. Für den Innenbereich wird zumeist die Vorlage eines Tests gefordert und die Möglichkeit einer Kontaktverfolgung oder auch Sitzplan mit Abstand.

Die Stadt Kierspe werde rechtzeitig informieren, verspricht Bürgermeister Olaf Stelse, was wann wieder geöffnet oder auch möglich sein wird. Voraussetzung dafür ist, wie bereits gesagt, eine über sieben Tage dauernde Inzidenz von 50 oder niedriger.

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