Prüfung der Infektionszahlen auf Zusammenhänge

Bürgermeister: „Es ist diffus“

Im Impfzentrum des Märkischen Kreises sollen nun auch die unter 80-Jährigen geimpft werden und damit für einen Rückgang der Infektionszahlen sorgen.
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Im Impfzentrum des Märkischen Kreises sollen nun auch die unter 80-Jährigen geimpft werden und damit für einen Rückgang der Infektionszahlen sorgen.

Nach wie vor haben die Verantwortlichen keine plausible Erklärung dafür gefunden, warum der Inzidenzwert in Kierspe am Wochenende bei 303, am Montag bei 314, am Dienstag bei 316 und am Mittwoch bei knapp 360 Infizierten pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen lag und damit mit Herscheid, Plettenberg, Lüdenscheid und Meinerzhagen (alle ebenfalls über 300) zu den höchsten im Märkischen Kreis zählt.

Kierspe - Es gebe keinen Hotspot, erklärt Bürgermeister Olaf Stelse auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung. Ebenso würden täglich auf die Zahlen geschaut und geprüft, ob es irgendwo Zusammenhänge gibt. „Aber es bleibt diffus“, hat man im Rathaus keinen Ansatz gefunden, wo man gezielt und mit Sinn eingreifen könnte.

74 Infizierte wurden vom Gesundheitsamt am Wochenende in Kierspe gezählt, 72 waren es Montag und 78 am Dienstag. Hinzu kamen 81, 91 sowie 88 Kontaktpersonen, die in Quarantäne sind. Ein nicht unerheblicher Teil der Kiersper infiziert sich wie auch anderenorts in der Familie mit dem Coronavirus. „Letztlich gibt es keine geeigneten oder sinnvollen Maßnahmen, die in Kierspe ergriffen werden könnten“, so der Bürgermeister, „die über die Vorschriften der Allgemeinverfügung des Märkischen Kreises auf der Grundlage der Landesvorschriften gehen.“

So bleibe die Hoffnung, dass die Allgemeinverfügungen für eine positive Entwicklung der Infektionszahlen in Kierspe sorgen. Das betrifft einerseits die nun wieder geschlossenen Schulen (MZ berichtete), aber auch das Testzentrum im ehemaligen Kreativzentrum an der Kölner Straße könne einen Beitrag zu einer positiven Entwicklung bei den Infektionszahlen leisten. Das gilt sicherlich auch für alle Kiersper, die sich an das Osterfeuer-Verbot halten. Dies wurde, wie berichtet, jetzt erlassen, verbunden mit Strafen von 1000 Euro für den Veranstalter und 250 Euro pro Teilnehmer bei Zuwiderhandlungen.

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