Vorgängerkonstruktion hatte starke Mängel

Brückenbauwerk komplett erneuert

Bahnübergang Haus Rhade - Brücke - Durchlassbauwerk
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Das sogenannte Durchlassbauwerk ist inzwischen fertiggestellt, demnächst kann die Gemeindestraße freigegeben werden.

Eigentlich hätte das Kierspe-Tal von der Bundesstraße 54 wieder erreichbar, die Gemeindestraße über Haus Rhade nach Feld und Vornholt zur Landesstraße 528 befahrbar sein sollen.

Kierspe - Aber nicht die Sicherungsmaßnahmen des Bahnübergangs bei Haus Rhade, sondern vielmehr die alte Brücke über die Flutwiese bereitete im November vergangenen Jahres Probleme – mit der Folge, dass dieses sogenannte Durchlassbauwerk nicht verbreitert, sondern abgerissen und durch ein neues ersetzt werden musste.

Die Straße ist inzwischen zwar schon asphaltiert, noch aber besteht die Sperrung.

Dies ist, mit fünfmonatiger Planungs- und Bauzeit, nun geschehen, sodass die Gemeindestraße von der Bundesstraße 54 nach Haus Rhade und weiter ins Kierspe-Tal bis zur Landesstraße 528 wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. „Das wird voraussichtlich kurzfristig geschehen“, sagt Dirk Pohlmann, Pressesprecher der Deutschen Bahn auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung.

Ursprünglich war vorgesehen, das mehr als 100 Jahre alte und 4,3 Meter breite Gewölbebauwerk aus Naturstein um 2,77 Meter zu verbreitern. Dadurch sollte ein Begegnungsverkehr vor dem Bahnübergang ermöglicht werden. Als das von der Bahn beauftragte Unternehmen begann, die Flügelwände und Teilbereiche der Stirnmauer abzubauen – es sollte ein Stahlbetonrahmen installiert werden –, wurde festgestellt, dass sich das Mauerwerk aus Bruchsteinen unterschiedlicher Größe sowie ohne erkennbares Fugenbild beziehungsweise Mauerwerksverband zusammensetzt. Die Konsequenz war ein Gutachten von Fachingenieuren, nach dem die Brücke ganz abgerissen und neu gebaut werden musste.

Sperrung wird in Kürze aufgehoben

Neuplanung und Durchführung erforderten natürlich Zeit, sodass die Gemeindestraße nicht schon Ende vergangenen Jahres, wie ursprünglich vorgesehen, wieder freigegeben werden konnte. Das Durchlassbauwerk ist jetzt aber fertiggestellt, die Straße verbreitert und der Bahnübergang selbst ist mit Schranken, Lichtzeichenanlage und Andreaskreuzen ausgestattet worden. Zudem wurde ein Schalthaus für die Steuerung von Lichtzeichen, Schranken und Signalen aufgestellt. Es war der letzte der zahlreichen Bahnübergänge auf Kiersper Stadtgebiet, der noch nach der Reaktivierung der Bahnstrecke gesichert werden musste.

Die Verbreiterung der Straße ist deutlich sichtbar. Dafür musste ein neues Durchlassbauwerk (mit Geländer) gebaut werden.

Ursprünglich sollten die Arbeiten am Bahnübergang und der alten Brücke Ende Oktober vergangenen Jahres abgeschlossen werden. Dieser Termin ließ sich, wie berichtet, nur am Bahnübergang halten, nicht jedoch für das Durchlassbauwerk, da Neuplanung, Abriss und Bau fast fünf Monate an zusätzlicher Zeit erforderten. Auch die Durchfahrt von der B 54 nach Haus Rhade und umgekehrt war für diesen Zeitraum gesperrt. Die Sperrung soll, wenn nichts mehr dazwischen kommt, kurzfristig aufgehoben werden.

Sicherung eines Bahnübergangs

Im Volmetal, insbesondere auf Kiersper Stadtgebiet gibt beziehungsweise gab es eine Vielzahl von Bahnübergängen, die nicht nach modernen Richtlinien mit Schranken und Lichtzeichenanlagen gesichert sind. Sie haben die Züge der RB 25 im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst, da die Übergänge nur langsam passiert werden durften. Dies ist nun anders: Die Bahnübergänge sind modernisiert, sodass die Regionalbahn im Stundentakt fahren und sowohl in Kierspe als auch in Oberbrügge halten kann. Nun hat auch der Bahnübergang bei Haus Rhade eine Lichtzeichenanlage, Halbschranken, Andreaskreuze und ausreichende Aufstellflächen erhalten, sodass die Züge auch dort schneller fahren können.

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