Besorgniserregende Entwicklung

Bald keine Güter des täglichen Bedarfs in Rönsahl

Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung
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Klimamanagerin Silja Hohmann und Lars Feltens aus dem Fachbereich Bauen und Planen/Gebäudemanagement nahmen als neue Mitarbeiter der Verwaltung an der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung teil. Fachbereichsleiter Rainer Schürmann tritt demnächst in den Ruhestand.

Möglichkeiten zur nachhaltigen Wohnbauplanung waren am Mittwochnachmittag Thema im öffentlichen Teil des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung.

Kierspe - Unter Vorsitz von Holger Scheel tagte das Gremium im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule. Auslöser der Diskussion zum nachhaltigen Bauen war der Antrag von Bündis90/Die Grünen. Er sieht vor, dass die Stadtverwaltung beauftragt wird, ein Konzept für nachhaltiges, barrierefreies und die Fläche schonendes Bauen zu erstellen.

„Zu theoretisch“, befand die Mehrheit der Fachausschussmitglieder. Sie setzte lieber auf den Vorschlag der Bauverwaltung zu dem Thema. „Die Stadt berücksichtigt bei der Erstellung von Bauleitplänen Umsetzungsmöglichkeiten, die positiv zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung beitragen“, lautete die entsprechende Formulierung. Vertreter aller Fraktionen, unter ihnen sogar Carsten Gregor und Thomas Nies von Bündnis 90/Die Grünen, sahen in diesem Beschluss eher die Möglichkeit, Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz im Baubereich praxisnah umzusetzen.

Schnell abgehandelt und einstimmig beschlossen wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Am Berg“. Hier geht es um die Errichtung eines Zweifamilienhauses. Ohne lange Aussprache votierte das Gremium auch für die nächsten Schritte zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Wohnhäuser Heideweg“. Hier sollen auf einem Grundstück zwischen Heideweg und Kölner Straße vier Einfamilienhäuser entstehen.

Für diese Fläche zwischen Heideweg und Kölner Straße (oben) wird laut Beschluss des Fachausschusses ein Bebauungsplan aufgestellt. Vorgesehen ist die Errichtung von vier Einfamilienhäusern. Pläne zu einer noch dichteren Bebauung werden kritisch gesehen.

Für das Gelände gibt es jedoch noch eine weitergehende Planung, die neben den vier Einheiten zusätzliche Ein- und Mehrfamilienhäuser im unteren Bereich vorsieht. Um hier als Stadt die Planungshoheit zu behalten, ist ein gültiger Bebauungsplan für den Bereich nötig. Der wird jetzt mit der Bürgerbeteiligung und der Anhörung der Träger öffentlicher Belange auf den Weg gebracht.

Kuriose Beschlussfassung

Etwas kurios entwickelte sich die Beschlussfassung zur Schaffung einer Außenbereichssatzung für die Ortslage Wolzenburg. Im Antrag dazu ging es um die Instandsetzung einer altersschwachen Scheune, die künftig wieder landwirtschaftlich genutzt werden sollte. So ein Bauprojekt erlaubt aber nicht den Erlass einer Außenbereichssatzung.

In der Stunde der Öffentlichkeit verwies der Besitzer der Scheune jedoch auf ein Missverständnis. Nicht für die Landwirtschaft, sondern für Wohnzwecke solle der Bau künftig dienen, erklärte er. Entsprechend wurde der Antrag neu formuliert und auf den Weg gebracht.

Zwei Linden abgeholzt

Horst Becker kritisierte beim Tagesordnungspunkt „Anfragen“ die Abholzung von zwei Linden. Die von Rönsahler Bürgern vor Jahren im Rahmen des Dorfwettbewerbs gepflanzten Bäume fielen ohne Rücksprache seitens der bauausführenden Firma der Erschließung des Gewerbegebiets Meienborn (Linksabbieger B 237) zum Opfer.

Horst Becker kritisierte die Abholzung von zwei Linden, die von Rönsahler Bürgern vor Jahren im Rahmen des Dorfwettbewerbs gepflanzt worden waren.

Außerdem verwies Becker auf eine besorgniserregende Entwicklung bei der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs im Grenzdorf. Der bestehende Markt schließe bald und die Verhandlungen zur Ansiedlung eines Supermarkts als Nachfolger seien aktuell ergebnislos abgebrochen worden. Der sachkundige Bürger der CDU rief die Stadt dringend zum Handeln auf.

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