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Einweihung des neuen Gerätehauses in Kierspe

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Von: Detlef Ruthmann

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Zugführerin Nadine Dörseln im Funkraum, der allerdings noch fertiggestellt werden muss. © Ruthmann

Kierspe - Angesichts der großen Bedeutung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe hätte die offizielle Übergabe und damit Einweihung des neuen Gerätehauses an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße einen anderen Rahmen verdient – den hat die Corona-Pandemie jedoch verhindert.

Gleichwohl gab es, wie berichtet, zumindest eine symbolische Schlüsselübergabe. Dabei sprach Beigeordneter Olaf Stelse nicht nur von einer Verbesserung der räumlichen und feuerwehrtaktischen Gegebenheiten, sondern bezeichnete das neue Gebäude auch als Anerkennung für den Einsatz und die Arbeit der Feuerwehrleute.

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Mike Budde zeigt den neuen Umkleideraum für die Männer im Gerätehaus. © Ruthmann

Stelse erinnerte an den ersten Spatenstick am 24. September 2018, die Auftragsübergabe an ein Generalunternehmen, der Kreativ SF Bau, und die nahezu geglückte Punktlandung bei den reinen Baukosten, die lediglich 0,4 Prozent über den veranschlagten 5 Millionen Euro lägen.

Den Gedanken an ein neues Gerätehaus, so erinnerte sich der stellvertretende Wehrleiter Mike Budde, gab es schon vor 14 Jahren. Doch nun steht nahe der Kreuzung Wildenkuhlen ein 1950 Quadratmeter großes Gebäude mit einer achttorigen Fahrzeughalle, Waschhalle, Schulungs-, Büro-, Lager- und Technikräumen, in denen moderne Funktechnik und Server untergebracht sind. Der Beigeordnete lobte ebenso die Feuerwehrleute, die sich „stark eingebracht“ hätten. Ohne den Einsatz „hätten wir viel mehr einkaufen müssen“.

Auch wenn „noch einiges kommen“ müsse, so Olaf Stelse, sei die große Fahrzeughalle doch ein schönes Bild. Der Dank der Stadt galt ebenso den Fördervereinen der Feuerwehr, die Mittel für zusätzliche Anschaffungen bereitgestellt hätten, den am Bau beteiligten Unternehmen, darunter auch Kiersper Firmen, den Angehörigen der Wehr und ebenso den Verwaltungsmitarbeitern Rainer Schürmann sowie Oliver Knuf – selbst Feuerwehrmann – die an den wöchentlichen Besprechungen teilgenommen und ihren Beiträge geleistet hätten.

„Ein paar Kleinigkeiten mussten noch nachjustiert werden“, nannte Stelse den Grund für die verzögerte Übergabe des Gerätehauses. Zuletzt sei es die Absauganlage in der Fahrzeughalle gewesen, die genauer eingestellt werden musste.

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Dem großen Schulungsraum, der durch eine Trennwand geteilt werden kann, ist eine kleine Dachterrasse angeschlossen – die dürfte zweifellos von den Rauchern genutzt werden. © Ruthmann

Eingeräumt werden muss aber auch noch so einiges an Material, sobald die Schränke und Regale geliefert sind. Die Mitglieder der Wehr – einschließlich des Spielmannszugs, der Jugend- und Kinderfeuerwehr und der Brandschutzerziehung, die nun ebenfalls ein neues Domizil haben – haben also in den nächsten Tagen und Wochen zu tun. Was jedoch nichts mit der Einsatzfähigkeit der Wehr zu tun habe, die weiter gewährleistet sei.

Für das Gerätehaus Wehestraße ist die Schlüsselübergabe an den neuen Besitzer Juri Neumann, der dort, wie berichtet, mit seiner Selbstschrauberwerkstatt einziehen will, bereits erfolgt. Dagegen lagern in der alten „Stadtmitte“ noch einige wenige Sachen sowie Teile der Funktechnik. Es ist noch Zeit, um den Rest ins neue Gerätehaus zu schaffen. Es gibt zwar Überlegungen, im Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße Wohnungen einzurichten. Dafür seien, so erklärte Olaf Stelse kurz, Mittel in den städtischen Haushalt eingestellt.

Mit Blick auf finanziellen Einbußen durch die Corona-Krise seien diese Mittel eine Manövriermasse. Bei Mike Budde sowie Andreas Pfaffenbach, Nadine Dörseln und Torben Standhaft, der Führung des Löschzugs Stadtmitte, war und ist die Freude über das eigene zentrale Zuhause groß. Dies habe auch dazu geführt, so Budde, dass es zwei neue Wehrmitglieder gibt. Sobald es möglich ist, werde es auch eine Feier, einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung und ebenso Besichtigungen für die Kommunalpolitiker geben. Bis dahin dürften noch fehlende Möbel geliefert, Sachen eingeräumt und verstaut sowie andere Dinge wie Installationen erledigt sein.

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