Konzept für Wochenmarkt überarbeiten

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Der eine oder die zwei Stände, finden Jörg Hentschel und Claudia Maiwurm von der FWG, haben den Namen Wochenmarkt nicht verdient. Daher fordern sie eine Überarbeitung des Konzepts, damit der Marktbesuch wieder zu einem Einkaufsvergnügen wird.

Kierspe - „Es muß ein neues Konzept her. Dabei sollte alles auf den Prüfstand: Vom Markttag über den Standort bis hin zu Ausbaumöglichkeiten.“ Das sagen Jörg Hentschel und Claudia Maiwurm von der Freien Wählergemeinschaft Kierspe (FWG)

Aus diesem Grund stellen sie für die FWG den Antrag, das Wochenmarktkonzept zu überarbeiten – so, wie es auch in den Nachbarkommunen Halver und Meinerzhagen vor zwei Jahren geschehen ist. „Hier in Kierspe lässt man den Wochenmarkt dahinsiechen und unternimmt keine Anstrengungen, um ihn attraktiv zu machen“, führt Hentschel weiter aus, „wir möchten deshalb mit diesem Fraktionsantrag eine kräftige Belebung des Wochenmarktes anstoßen.“ Ein Wochenmarkt sei ein Ort, um frische und regionale Produkte einzukaufen – und vermittele ein besonderes Einkaufsvergnügen, bei dem auch die Kommunikation mit im Vordergrund steht, argumentieren die Freien Wähler.

Und ein funktionierender Wochenmarkt sollte Bestandteil einer jeden Stadt sein, denn dies sei unter anderem ein Treffpunkt für Menschen, die sich beim Einkaufen austauschen – Ähnliches sei auf der Homepage der Stadt zu lesen – und dort verweilen, weil es vielfach Kaffee und Gerichte geben würde. Angebote auf dem Markt seien Lebensmittel und ebenfalls Textilien, Blumen und Gebrauchsgegenstände – eine gute Beschreibung für das Gewollte, doch mit der Realität habe dies wenig zu tun, sagen Maiwurm und Hentschel.

Von einem Wochenmarkt zu sprechen, auf dem es ein oder zwei Stände gebe, erübrige sich. Zumal auch die entsprechenden Ortsrechtsbestimmungen (Gebührenordnung Standgeld Wochenmarkt, Verordnung über Gegenstände des Wochenmarktes und über die Sicherheit und Ordnung auf dem Wochenmarkt) „aktuell keine Anwendung“ finden würden. „Wir brauchen in Kierspe einen Wochenmarkt“, sagt Hentschel, „die Vielfalt lockt die Menschen auf den Markt und die brauchen wir wieder“.

In Halver, Meinerzhagen und Lüdenscheid gebe es Wochenmärkte, die diese Bezeichnung auch verdienten. „In Kierspe ist der Wochenmarkt ausbaufähig. Das sollten wir auch schnellstmöglich in Angriff nehmen“, fordern Claudia Maiwurm und Jörg Hentschel. Dabei sollten durchaus alle Punkte auf den Prüfstand: Markthändler müssten angefragt werden, ob sie nach Kierspe auch regelmäßig kommen. Ebenso müsse geprüft werden, ob der Mittwoch der geeignete Markttag ist oder man näher ans Wochenende heranrücke.

Denn viele Menschen würden gerne zum Wochenende frische Lebensmittel einkaufen. Schließlich gehe es ebenfalls um den Standort: Der Montigny-Platz biete nicht genügend Platz, um mit mehr Ständen die nach Ansicht der FWG notwendige Vielfalt gewährleisten zu können. Ein Vorschlag von Hentschel und Maiwurm lautet daher, den Glockenweg zwischen Springerweg und Rewe-Marktausfahrt dafür zu nutzen. Dort passten acht bis zehn Stände hin. Dazu könnten dann auch heimische Selbstvermarkter (Landwirte) zählen. Zudem gebe es gleichzeitig eine Verbindung mit anderen Einkaufsmöglichkeiten. Letztlich werde es aber einige Zeit dauern, so Hentschel, bis sich der Wochenmarkt etabliere.

Wochenmarkt-Konkurrenz in der Nachbarschaft

Bei der FWG sieht man den Wochenmarkt in Meinerzhagen aufgrund der Nähe als direkte Konkurrenz, der dadurch Kaufkraft abziehe. Es gibt zwar auch in Halver (freitags, Frankfurter Straße) und Lüdenscheid Wochenmärkte (mittwochs und samstags), doch seien diese aufgrund der größeren Entfernung nach Einschätzung der FWG weniger eine Konkurrenz für Kierspe, wo ein Markt durch mehr Stände als bisher eine größere Vielfalt bieten soll.

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