Glasfaser bald für Privathaushalte

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Der Startschuss für die Tiefbauarbeiten in Sachen Glasfaser soll im dritten Quartal 2020 fallen.

Kierspe - Nachdem die Gewerbegebiete in Kierspe mit Glasfaserkabeln versorgt sind, soll in diesem Jahr auch die Anbindung von Privathaushalten an das schnelle Internet erfolgen.

Der Startschuss für die Tiefbauarbeiten in Kierspe soll im dritten Quartal – Juli bis September – dieses Jahres erfolgen. So sieht die Planung aus, nachdem Ende vergangenen Monats Landrat Thomas Gemke und Peter Kroppen, Leiter Infrastrukturvertrieb West von der Telekom Deutschland GmbH, den Vertrag für den von Bund und Land geförderten Breitbandausbau unterschrieben haben.

Das Telekommunikationsunternehmen erhält damit den Zuschlag für den größten Teil des Kreisgebietes. Dazu zählt natürlich auch Kierspe.

44650 Haushalte

Insgesamt sollen im Märkischen Kreis rund 44 650 Haushalte an 24 000 Adressen mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus (FTTH – Fiber to the home, siehe Infobox) versorgt werden. Dafür werden Gelder von Bund und Land einschließlich kommunaler Mittel in Höhe von 54,1 Millionen Euro aufgebracht – die Förderbescheide gingen Ende des vergangenen Jahres beim Märkischen Kreis ein.

So sieht die Karte für den Breitbandausbau der Privathaushalte in Kierspe aus.

Rund 1000 Kilometer Tiefbauarbeiten müssen dafür vorgenommen und Glasfaserkabel in einer Länge von 2500 Kilometern verlegt werden. Einige Kilometer davon wird die Telekom Deutschland GmbH natürlich auch in Kierspe verlegen lassen – nicht nur in den Innenstadtbereichen von Kierspe, sondern ebenso in einige Ortsteilen außerhalb, wie beispielsweise Grünenbaum, Hinterste Berg, Kiersperhagen oder Bürhausen.

Wer sich über den Breitbandausbau in Kierspe erkundigen möchte, findet Infos auf der Homepage der Stadt unter www.kierspe.de/de/aktuelles/wirtschaft-arbeit/2020-01-31-breitbandausbau-mk.php. Dort gibt es auch einen Link auf die Karte, die der Märkische Kreis zu diesem Thema veröffentlicht hat und auf der die Gebiete des dritten Aufrufs (3. Call) rot markiert sind. Dort sollen auch der Ausbauplan veröffentlicht und die Fortschritte fortlaufend aktualisiert werden.

Ziel ist, die Privathaushalt bis Ende 2022 mit schnellem Internet versorgt zu haben. Allerdings wird es auch danach noch einige „weiße Flecken“ insbesondere im Außenbereich von Kierspe geben – einige davon sollen im 6. Aufruf (6. Call) bedient und mit Glasfaserkabeln versorgt werden. In Kierspe gehören zum Beispiel Beckinghausen und Halzenbach dazu. Ansprechpartner in der Kiersper Verwaltung für das Thema „Breitbandausbau“ ist Helmut Heidemann, Leiter des Sachgebiets Tiefbau, der unter Tel. 0 23 59/66 11 70 und per E-Mai an h.heidemann@kierspe.de zu erreichen ist.

Fibre to the home (FTTH)

Als FTTH (fibre to the home) bezeichnet man das Verlegen von Lichtwellenleitern (LWL) bis in die Wohnung des Teilnehmers. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei FITH (fibre in the home), worunter man das optische Netzwerk innerhalb des Hauses versteht. Häufig kommen dort biegeunempfindlichere Fasern zum Einsatz, die eine Verlegung in bestehenden Rohren oder Kanälen ermöglichen. Kabel mit diesen Fasern sind oft nur 3 mm dick (oder dünner) und können in einem Radius von 15 mm (nach Spezifikation) verlegt werden. In der Wohnung werden diese Kabel in einer speziellen Kommunikationssteckdose aufgenommen und auf LWL-Kupplungen geführt. Von dort werden sie mit einem Glasfaseranschlusskabel mit der Endeinrichtung (zum Beispiel einem Router) verbunden. Quelle: Wikipedia

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