Opfer der Corona-Pandemie: Ab März konnte nichts mehr laufen

Projekt Patenschaften Jung und Alt aufgegeben

Das Projekt Patenschaften Jung und Alt, das Dajana Wermeckes und Hartmut Pieta geleitet hatten, ist vom Verein Hand in Hand aufgegeben worden
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Das Projekt Patenschaften Jung und Alt, das Dajana Wermeckes und Hartmut Pieta geleitet hatten, ist vom Verein Hand in Hand aufgegeben worden.

Kierspe – „Junge Familien entlasten, Kinder fördern und Menschen eine sinnvolle Beschäftigung vermitteln“ – mit diesen hehren Zielen war der Verein Hand in Hand vor knapp zweieinhalb Jahren angetreten, um ein besonderes soziales Projekt zu realisieren.

Um das Projekt Patenschaften Jung und Alt kümmerten sich insbesondere Dajana Wermeckes und Hartmut Pieta. Nun hat das Coronavirus dafür gesorgt, dass das Projekt eingestellt werden musste.

Gesucht worden waren ältere Menschen mit Zeit und Lust für eine Patenschaft mit einem Kind einer jungen Familie. Solch eine Patenschaft beinhaltete, für einen Nachmittag ein Kind aus der Familie zu holen, sich in Gesprächen auf den Jungen oder das Mädchen einzulassen, mit ihm Hausaufgaben zu machen, ins Kino zu gehen, zu spielen – um letztlich so etwas wie eine Art Großeltern-ersatz zu bieten. Zumal heutzutage Oma und Opa häufig weit von den Enkeln entfernt wohnen. Dadurch würde eine junge Familie entlastet, im Alltag ein wenig unterstützt und ihnen geholfen.

Auch ohne Pandemie mit seinen vielfältigen Beschränkungen zweifellos keine leichte Aufgabe, dies zeigte sich unter anderem auch bei den Treffen, die monatlich durchgeführt wurden: Es gab personell nur wenig Veränderungen. „Seit März konnte coronabedingt nichts mehr laufen“, erklärt Hartmut Pieta gegenüber der Meinerzhagener Zeitung, dass die Treffen der Paten mit den Kindern nicht möglich waren.

„Es gab auch viel Frust“

Darüber hinaus, so führt der – zusammen mit Dajana Wermeckes – Initiator und Organisator dieses Projekts aus, habe es zwar einige Anfragen von jungen Familien gegeben: Aber es seien einfach keine Paten zu finden gewesen. „Es gab auch viel Frust, weil sicher geglaubte Paten, aber auch Familien im letzten Augenblick wieder absprangen“, erklärt Hartmut Pieta die Konsequenz, die natürlich in Absprache mit dem Vorstand des Vereins Hand in Hand erfolgte. Das Projekt Patenschaft Jung und Alt sei Mitte des Jahres aufgegeben worden. Einen kleinen Erfolg gibt es dennoch, daran ändert auch die Corona-Pandemie nichts: Die bestehenden Patenschaften laufen weiter, nun aber auf privater Basis.

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