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Hitzewelle mit ersten Folgen: Waldbrand sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr

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Von: Markus Klümper

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Kierspe (NRW): Waldbrand sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr
Kierspe (NRW): Waldbrand sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr © Markus Klümper

Ein Waldbrand in Kierspe hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Etwa 150 Quadratmeter waren betroffen. Die Einsatzkräfte haben einen wichtigen Appell.

Kierspe - Den ersten Waldbrand im Südkreis musste die Kiersper Feuerwehr am Mittwochabend löschen. Zunächst wurden um 18.45 Uhr 40 Quadratmeter brennender Waldboden in Neuenhaus (Nordrhein-Westfalen) gemeldet. Die Einsatzstelle fand sich jedoch ein Stück weit entfernt: In Berken, mehrere hundert Meter von der Kreisstraße 25 entfernt.

StadtKierspe
Fläche71,62 km²
Bevölkerung17.328 (30. Juni 2010)

Kierspe (NRW): Waldbrand sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr

Als die Einsatzkräfte den Brand gefunden hatte, war dieser schon auf eine Fläche von etwa 150 Quadratmeter angewachsen. Gerodete Fläche stand in Flammen und drohte, auf knochentrockene, abgestorbene Nadelbäume überzugreifen. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Besondere Herausforderung war die Versorgung mit Löschwasser.

Rund 500 Meter Schlauch mussten verlegt werden, um Wasser von einem entfernten Teich zur Einsatzstelle zu pumpen, erklärte Karsten Gembruch, Leiter der Löschgruppe Vollme. Aus der anderen Richtung wurde Wasser mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr aus Bollwerk geholt. Auch die Halveraner Wehr unterstützte die Kiersper Löschzüge 1 und 4 mit 5000 Litern Kapazität ihres Tanklöschwagens.

Kierspe (NRW): 35 Einsatzkräfte beim Waldbrand im Einsatz - Appell der Feuewehr

Diese Mengen hören sich gewaltig an, „verpuffen“ bei solchen Bränden aber schnell. Obgleich die Flammen schnell unter Kontrolle waren, kamen bei den umfangreichen Nachlöscharbeiten zahlreiche Löschrohre zum Einsatz. Der war auch in dieser Phase echte Knochenarbeit für die insgesamt 35 Kräfte, denn der Waldboden musste zur Suche nach eventuellen Glutnesten aufwändig umgepflügt werden.


Einsatzleiter Andreas Pfaffenbach befürchtet, dass jetzt wieder verstärkt Waldbrände entstehen. Wie es zu diesem kam, war nicht nachzuvollziehen. Doch er warnt vor den Gefahren: „Der Graslandfeuerindex steht heute bereits auf Stufe 4“, erläutert der stellvertretende Kiersper Wehrleiter. Ab Donnerstag soll sogar die höchste Warnstufe ausgerufen werden, mit der das Risiko von Flächenbränden beziffert wird. Pfaffenbachs Appell: Augen offen halten. „Bitte bei jeder Rauchentwicklung sofort die 112 wählen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig“, so der erfahrene Feuerwehrmann. Das Ende des Einsatzes in Berken erwartete er für etwa 21.00 Uhr.

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