„Bock auf leise!“

„Silent Rider“: So geht eine Stadt im MK gegen Motorradlärm vor

K3 - Silent Rider - Olaf Stelse - Jacqueleine Schwanke - Motorradlärm
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„Bock auf leise!“ Die Stadt Kierspe ist nun ebenfalls Mitglied des Vereins Silent Rider. Olaf Stelse und Jacqueline Schwanke präsentierten gestern ein Plakat.

„Silent Rider“: So geht eine Stadt im MK gegen Motorradlärm vor.

Kierspe - „Es geht nicht darum, Straßen für Motorradfahrer zu sperren“, sagt Beigeordneter Olaf Stelse, „normale Motorradfahrer sind bei uns willkommen.“ Vielmehr gehe es darum, die Zweiradfahrer zu sensibilisieren, die unverhältnismäßig laut und damit oft illegal unterwegs sind. Aus diesem Grund sei die Stadt Kierspe der Initiative „Silent Rider“, aus der ein Verein geworden ist, beigetreten.

Der Märkische Kreis gehört ebenso zu den Mitgliedern und Unterstützern des Vereins wie beispielsweise die Städte Meinerzhagen oder Wipperfürth. Viele landschaftlich schöne Gegenden in Deutschland würden unter dem unerträglichen Lärm leiden, den frisierte oder zu schnelle Motorräder verursachen. Aktionen und Aktivitäten von Polizei, Kommunen und anderen, darunter auch verschiedene Motorradvereinigungen hätten kaum eine Verbesserung der Situation erreicht. Daher wurde die Initiative Silent Rider – hervorgegangen aus dem Arbeitskreis Nationalpark Eifel – gegründet: Mit diesem bundesweiten Zusammenschluss aller Akteure soll gegen den gegen unnötigen Motorradlärm vorgegangen. Zudem sollen Kräfte gebündelt werden, um Veränderungen herbeizuführen.

Plakate an beliebten Motorradstrecken

Dieser Initiative beziehungsweise dem Verein haben sich mittlerweile viele andere Kommunen und Interessengemeinschaften angeschlossen. So jetzt auch Kierspe, wo es ebenfalls eine bei Motorradfahrern beliebte Strecke gibt: die Kreisstraße 3 durchs Kerspetal. Für diese hat, wie berichtet, die SPD den intelligenten Leitpfosten gefordert, der nicht nur Fahrzeuge zählen, sondern auch Geräusche unterscheiden und messen kann. Es bleibe abzuwarten, ob der Märkische Kreis diese Pfosten tatsächlich einführt, sagte Stelse, der selbst Motorradfahrer ist, wenn auch derzeit nicht aktiv. Dies sei auch eine Kostenfrage: Zu den Pfosten komme ja noch eine Steuerungseinheit.

Zunächst stehen ab sofort an der Kreuzung der Kreisstraße 2 und 3, in Mühlen Schmidthausen und in Rönsahl erst einmal große Plakate („Bock auf leise!“), mit denen Kradfahrer darauf hingewiesen werden, nicht für unnötigen Lärm zu sorgen. Verwaltungsmitarbeiterin Jacqueline Schwanke hatte die Plakate bei Silent Rider angefordert.

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