Kierspe möchte zweiten Stern für Regionale 2025

Priorität wird auf Rönsahl gelegt

Die alte Post zählt in Rönsahl zu den Fixpunkten der Präsentation, die für die Regionale 2025 vorbereitet worden war.
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Die alte Post zählt in Rönsahl zu den Fixpunkten der Präsentation, die für die Regionale 2025 vorbereitet worden war. Danach soll Rönsahl für die Städtebauförderung weiter qualifiziert werden, um den zweiten Stern zu erhalten.

Kierspe – Die Städte Kierspe, Meinerzhagen, Halver sowie die Gemeinden Schalksmühle und Herscheid haben sich für eine Förderung verschiedener Projekte und Vorhaben bei der Regionale 2025 beworben – und, wie bereits berichtet, für das sogenannte integrierte Rahmen-, Handlungs- und Zielkonzept „5G*meinden bauen ihr Netz der Zukunft“ den ersten Stern erhalten.

Drei Sterne müssen es am Ende sein, um Mittel für die Projekte und Vorhaben aus dem Fördertopf zu erhalten. Dafür sei diesmal allerdings ein anderes Vorgehen als bei der Regionale 2013 erforderlich, hatte die Verwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung mitgeteilt. Das Gremium hatte über die Priorisierung von Maßnahmen zur Erlangung des zweiten Sterns zu entscheiden.

Da das Dorfinnenentwicklungskonzept Rönsahl am weistesten fortgeschritten ist, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, dies an die erste Stelle für die städtebauliche Rahmenplanung zu stellen. Die darin enthaltenen Projekte müssen einzeln weiterentwickelt und ausgebaut werden. Dies gilt ebenfalls für das sogenannte Plangebiet „Kierspe-Dorf“, das nach den Ausführungen der Verwaltung für den Förderbereich Dorferneuerung, also einem anderen Fördertopf, vorgesehen werden soll.

Dafür ist erst einmal ein Entwicklungskonzept zu erstellen und dies mit einer intensiven Bürgerbeteiligung. Dafür sei noch Zeit genug, antwortete Rainer Schürmann auf entsprechende Nachfragen aus dem Ausschuss, „wir fallen nicht raus“.

Gleichzeitig gab er zu, dass auch andere Problematiken in den Planbereich „Dorf“ aufgenommen waren. „Ich habe Bauchschmerzen“, meinte Rüdiger Däumer (UWG) angesichts dieser für ihn überraschenden Vorgehensweise. Denn es habe keinen Hinweis auf die Erstellung eines Konzepts gegeben.

Armin Jung (FDP) machte deutlich, dass in der Regionale-Arbeitsgruppe intensiv und auch kontrovers darüber diskutiert worden sei. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Dorferneuerung nichts „mit den Sternen“ zu tun habe, sondern ein anderer Fördertopf sei. Leichte Bedenken äußerte auch Marc Voswinkel (SPD), wie viel Zeit man für die Konzepterstellung fürs Dorf habe und wie es mit der Finanzierung aussehe. Schürmann betonte jedoch, dass „das Dorf nicht leer ausgehen soll“. Die Ausschussmitglieder stimmten daher einmütig für die Priorisierung von Rönsahl für die Städtebauförderung. Dies entspricht damit dem Ergebnis eines Gesprächs mit Vertretern der Bezirksregierung, denen von der Arbeitsgruppe Regionale 2025 die Planbereiche Bahnhof, Dorf und Rönsahl präsentiert worden waren.

Weitere Themen, bei der die Kiersper ihre Ideen einbringen sollen, sind die „Digitalisierung zur Abbildung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, die „Ausgestaltung des Klösterchens“ sowie die Gestaltung von Fassaden an der Friedrich-Ebert-Straße und der Gelände von Reppel & Vollmann sowie Vedder.

Ebenfalls zur Präsentation hatte das „Stadtumbaugebiet Bahnhof“ gezählt, wobei es um die Entwicklungsachse Kamperbach und im Besonderen um die Gestaltung des Tulpenplatzes ging. Die spielt nach der Ausschussentscheidung derzeit aber noch keine weitere Rolle. Schließlich stand auch noch das Radwegenetz von Meinerzhagen über Kierspe nach Halver auf der Agenda, genauer gesagt, einige Ergänzungen, die am Mittwoch ebenfalls keine Erwähnung mehr in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung fanden.

Präsentation für Bezirksregierung

Im Mittelpunkt einer Präsentation, die für die Bezirksregierung vorbereitet worden war, standen in Rönsahl unter anderem die Themen „Hotel Zur Leye“, „Alte Post“, „Rönsahl Terrassen“ und „Villa Buchholz“. In Kierspe-Dorf, für das die Projekte noch präziser dargestellt werden müssen, geht es um die historische Mitte von Kierspe, in welcher der „Rundling wieder erlebbar“ gemacht werden sollte.

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