Polizei warnt vor „Ping-Calls“ aus dem Ausland

+
Sogenannte „Ping Calls“ aus dem Ausland sind ein Ärgernis. Die Abzock-Methode verursacht hohe Kosten. Bisher sind aber noch keine Vorfälle in Kierspe und Meinerzhagen oder im gesamten Südkreis bei der Polizei gemeldet worden.

Volmetal - Die Verbraucherzentrale NRW und die Polizei warnen vor seltsamen Anrufen aus dem Ausland – vor sogenannten „Ping-Calls“. In Meinerzhagen und Kierspe haben die Ordnungshüter derzeit noch keine Fälle gemeldet bekommen, aber sie raten zu Wachsamkeit.


Was sind Ping-Calls? 

Bei dieser „Abzocke“ handelt es sich um entgangene Anrufe auf dem Smartphone. „Das Handy klingelt oft nur kurz und zeigt anschließend einen Anruf in Abwesenheit an. Oder man schafft es, ran zu gehen und hört nichts“, erklärt die Verbraucherzentrale. Auf dem Display ist dann eine ausländische Nummer zu sehen, die zum Beispiel mit +216 (Tunesien) oder +257 (Burundi) beginnt. 

Gab es bereits Fälle in Meinerzhagen oder Kierspe? 

Von solchen Vorfällen in diesem Stil habe man in den beiden Volme-Städten und sogar im gesamten Südkreis noch keine Kenntnis, sagt Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis. 

Zu welchem Verhalten rät die Polizei?

„Unter Umständen sind solche Fälle schwer nachzuvollziehen. Wenn man von einer unscheinbaren Nummer angerufen wird, ist ein möglicher Betrugsversuch schwer zu erkennen“, so Dilling. Bei einem Betrugsverdacht sollte man auf jeden Fall die Polizei verständigen. Zudem rät der Pressesprecher dazu, immer aufmerksam zu sein. Bei einem verdächtigen Anruf sollte man mittels einer sogenannten Rückwärtssuche im Internet die anrufende Nummer zurückverfolgen und dann melden, sowie sein eigenes Telefonbuch durchschauen. 

Was kann passieren, wenn man den Anruf annimmt oder zurückruft? 

Die Verbraucherschützer warnen vor den Anrufen aus dem Ausland, da sie Kosten verursachen – pro Minute bis zu drei Euro beim Abnehmen und auch beim Rückruf. 

Wer steckt hinter diesen Betrügereien? 

In den meisten Fällen stammen die Anrufe von Computern. Die gewählten Nummern wurden von Adresshändlern weitergegeben oder zufällig angewählt. Die Experten vermuten, dass die Betrüger zum einen feststellen wollen, ob die Nummern aktiv genutzt werden. Zum anderen könnten sie beabsichtigen, die Neugierde der Angerufenen zu wecken und zu einem Rückruf zu animieren. 

Was raten die Verbraucherschützer im Falle eines verdächtigen Anrufs? 

- Gehen Sie bei ausländischen Nummern nicht ans Handy, wenn Sie keinen Anruf aus dem Ausland erwarten. J Rufen Sie unbekannte Rufnummern nicht zurück. 

- Sperren Sie die Rufnummer, damit Sie nicht mehr angerufen und Ihnen keine SMS mehr geschickt werden können. Anrufe und SMS mehr erhalten. Eine Garantie dafür, dass der Spuk dann vorbei ist, gibt es nicht. Denn die Betrüger können ihre Nummern wechseln. Eine Sperre verhindert nicht, dass Sie die Nummer weiterhin zu hohen Kosten anrufen können. 

- Mit der Maßnahmenliste der Bundesnetzagentur kann überprüft werden, ob bereits ein „Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung“ vorliegt. In diesem Fall müssen Sie die angefallenen Kosten auf Ihrer Telefonrechnung nicht zahlen. Falls die Nummer nicht aufgeführt ist, können Sie sie bei der Bundesnetzagentur melden.

Bei der Bundesnetzagentur ist eine Liste der in den vergangenen sechs Monaten ergriffenen Maßnahmen zu finden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.