Interkommunaler Arbeitskreis

Kampf gegen die Herkulesstaude

Herkulesstaude - Riesenbärenklau - Volmetal - Kierspe
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Wenn die Herkulesstaude nicht auch auf privaten Flächen bekämpft wird, breitet er sich rasend schnell aus – wie hier in Rehsiepen zwischen Kierspe und Meinerzhagen an der Volme.

Die Verwaltung soll die Möglichkeiten überprüfen, ob ein interkommunaler Arbeitskreis „Neophyten“ gebildet werden kann – dies mit dem Ziel, die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, und Staudenknöterich gemeinsam zu bekämpfen.

Denn bekanntlich gehören beide Pflanzenarten nicht zu den heimischen Gewächsen, breiten sich aber insbesondere im Volmetal immer weiter aus und verdrängen dadurch Teile der heimischen Flora.

Solch ein Arbeitskreis (AK) muss aber nicht mehr gebildet werden, so ergaben Nachfragen der Verwaltung, er existiert bereits seit rund 15 Jahren und befasst sich mit interkommunalen Themen, welche zu den Arbeitsbereichen der Baubetriebshöfe zählen.

Die Städte Halver, Lüdenscheid, Altena und die Gemeinden Schalksmühle und Herscheid gehören dem AK bereits an. Die Federführung hat der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) übernommen. Die Stadt Meinerzhagen gehöre nicht zum AK, arbeite jedoch mit der Stadt Attendorn im Bereich des Ihnetals zusammen.

Kierspe soll sich diesem Arbeitskreis anschließen, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Ausschuss für Umwelt und Bauen, der am 29. September ab 17 Uhr im Pädagogischen Zentrum tagt, und des Rats. Dass auch die anderen Kommunen dieselben Probleme insbesondere mit der Herkulesstaude haben, wurde bei einer AK-Sitzung deutlich, an der Kiersper als Gast teilnehmen konnten.

Auf den öffentlichen Flächen werde der Riesenbärenklau regelmäßig bekämpft, selbst wenn er schon blühe. Dafür stehen beim STL zwei Experten mit entsprechender Ausbildung und Schutzausrüstung bereit, die angefordert werden könnten. Wesentliches Problem sind in allen Städten und Gemeinden des Arbeitskreises die privaten Flächen, auf denen sie nicht eingreifen und die Staude bekämpfen können.

Und Versuche, die privaten Grundstückseigentümer zum Kampf gegen die Herkulesstaude zu motivieren, blieben nicht nur in Kierspe oft erfolglos. „Hier wird vielfach nicht die Notwendigkeit gesehen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Damit sind die kommunalen Maßnahmen nur Stückwerk und werden nicht zu einer endgültigen Beseitigung des Bärenklaus führen.“ Gleichwohl, so schlägt die Verwaltung vor, sollte man dem Arbeitskreis interkommunale Zusammenarbeit beitreten, um weiter gegen den Riesenbärenklau vorzugehen.

Auch der Staudenknöterich breitet sich in Kierspe aus.

So hat man beispielsweise in Herscheid Erfahrungen mit dem Einsatz von Schafen gegen die Herkulesstaude gesammelt. Da jedoch Zäune dafür ebenso notwendig seien wie die Genehmigung der Besitzer privater Flächen, scheide dies für das Volmetal aus. Schafe könnten beispielsweise auf den Flächen von Regenrückhaltebecken oder anderen eingezäunten Grundstücken, wie es der Ruhrverband praktiziert, eingesetzt werden. Jedoch halte der Ruhrverband keine eigene Schafherde, vielmehr seien es private Herden.

Da diese Möglichkeit für die Stadt ebenso ausscheidet, bleibe es dabei, dass der Bauhof im Frühjahr den Riesenbärenklau auf den städtischen Flächen, insbesondere im Bereich des Volme-Freizeitparks, bekämpft und darüber hinaus bei den privaten Grundbesitzer das Thema immer wieder in Erinnerung ruft und entsprechend informiert, unter anderem darüber, dass von der Herkulesstaude Gefahr ausgeht.

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