Kierspe: Kirchengemeinde und Awo stehen weiter für Einkäufe zur Verfügung

Geringe Nachfrage bei Helfern

Kirchengemeinde und Awo stehen weiter für Einkäufe zur Verfügung, ein Angebot, das sich an die Menschen richtet, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht selbst in die Geschäfte gehen können.
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Kirchengemeinde und Awo stehen weiter für Einkäufe zur Verfügung, ein Angebot, das sich an die Menschen richtet, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht selbst in die Geschäfte gehen können.

Kierspe – Die Helfer waren schneller als die, die Hilfe brauchen. Als im Frühjahr die Zahlen der Coronavirus-Infizierten stiegen, fanden sich schnell Menschen zusammen, die bereit waren, für die Erkrankten, aber auch für Ältere und für Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen zu ängstlich waren, einkaufen zu gehen. Das Angebot besteht noch – bei weiterhin geringer Nachfrage.

en Menschen ihre Hilfe an, doch schnell gab es mit der Kirchengemeinde und der Awo auch Organisationen, die die Hilfsbereitschaft lenkten. „Wir hatten damals im Presbyterium darüber beraten, wie wir jetzt helfen können. Der Einkaufsdienst war dann ein Ergebnis dieser Beratungen“, erinnert sich Stefan Käsler an die Anfänge im Frühjahr.

Gut 15 Helfer hätten sich dann in ganz kurzer Zeit bei ihm gemeldet, „allerdings war die Nachfrage sehr gering“. Das änderte sich dann aber, als das soziale Bürgerzentrum Hand in Hand seine Lebensmittel nicht mehr ausgeben wollte, um die eigenen – meist älteren Mithelfenden – zu schützen. „Wir haben dann bis Ende September zusammengearbeitet, das hat auch Spaß gemacht“, berichtet Käsler. Bei der Vielzahl der Pakete, die dann ausgefahren werden mussten, reichte ein Auto auch nicht aus, sodass meist zwei oder drei der Helfer kreuz und quer im Stadtgebiet unterwegs waren.

Das geht auch manches Mal über den Einkauf hinaus, da werden auch andere Botengänge übernommen oder wir haben die Leute auch schon mal zum Arzt gefahren.

Stefan Käsler, Presbyter

Jenseits dieser Hilfe seien es bis heute etwa fünf bis sieben Kiersper, die regelmäßig die Hilfe des Einkaufsdienstes nutzen würden. „Das geht auch manches Mal über den Einkauf hinaus, da werden auch andere Botengänge übernommen oder wir haben die Leute auch schon mal zum Arzt gefahren“, sagt Käsler, „das liegt sicher daran, dass sich mit der Zeit Bindungen zwischen Helfer und Hilfsbedürftigem aufgebaut haben, da möglichst immer die gleichen Helfer bei den gleichen Menschen mit Hilfsbedarf tätig sind.“

Doch bei aller Nähe sei auch hier der Abstand wichtig – vor allem im wörtlichen Sinne. So stelle man die Einkaufstaschen immer noch – wenn möglich – vor der Tür ab. Dort wo Menschen beliefert würden, die die Taschen nicht selbst ins Haus tragen könnten, werde auch das erledigt, allerdings nur mit Abstand und Maske, schildert der Presbyter. Die Menschen, die die Hilfe in Anspruch nehmen würden, seien immer noch vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen.

Wir hatten kaum Nachfragen. Wobei es immer mal wieder jemanden gibt, der sich bei mir meldet.

Friedhelm Werner, Awo

Käsler macht auch klar, dass man auch weiterhin bereitstehe für neue Hilfsbedürftige, die sich unabhängig von ihrer Konfession an die Gemeinde wenden dürften. Käsler: „Grundsätzlich stehen noch alle Helfer bereit.“

Was das Verhältnis von Helfern zu Hilfsbedürftigen angeht, hat auch Friedhelm Werner ähnliche Erfahrungen gemacht. Der Vorsitzende des Awo-Ortsvereins hat ebenfalls die Koordinierung von Helfern übernommen – und den Service im Großen und Ganzen im Frühsommer wieder eingestellt. „Wir hatten kaum Nachfragen. Wobei es immer mal wieder jemanden gibt, der sich bei mir meldet. Da ich noch alle Adressen der Helfer habe, ist es kein Problem, über unsere Gruppe, jemanden zu finden der hilft.“

Allerdings kann er mittlerweile nicht mehr auf die rund 30 Helfer zurückgreifen, die sich im Frühjahr gemeldet hatten. „Aber eine gute Handvoll steht nach wie vor bereit“, so Friedhelm Werner.

Kontakt

Kiersper, die den Einkaufsdienst der Kiersper Kirchengemeinde oder der Awo nutzen möchten, können sich an Stefan Käsler unter der Rufnummer 01 77/9 29 16 59 oder an Friedhelm Werner unter der Rufnummer 02359/2053 wenden.

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