Auf den Straßen zum Fritz-Linde-Stein bleibt alles, wie es ist

Kein Extra-Schutz für Fußgänger

Fritz-Linde-Stein Kierspe - Fußgänger - Radfahrer
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Fußgänger und auch Radfahrer sind immer wieder auf den Straßen zum Fritz-Linde-Stein, der hinten zu sehen ist, unterwegs.

Auf den Straßen, die zum Fritz-Linde-Stein führen, kann keine Tempo-30-Zone eingerichtet werden, weil sie außerhalb der Stadtgrenzen liegen. Für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen am 18. Mai – das Thema stand in der Vergangenheit schon auf der Tagesordnung des Gremiums – liegt nun eine weitere Mitteilung der Verwaltung vor, nach der auch die anderen Möglichkeiten, die im Zuge der Beratungen für mehr Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern vorgeschlagen worden waren, nicht zu realisieren sind.

Kierspe - Dazu zählte die Frage, durch eine Markierung (durchgezogene weiße Linie) einen Fußweg abzugrenzen. Hier gilt wie am Strandbadweg in Rönsahl, das hatte eine Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises ergeben, „dass eine Markierung mit dem Verkehrszeichen 295 (VZ 295) der Straßenverkehrsordnung (StVO) als Fahrbahnbegrenzung nicht generell eine rechtsbegründende Wirkung entfaltet“. Denn die Fahrbahn ende nicht immer an der Markierung und könne daher, je nach Lage, von Fahrzeugen überfahren werden.

Das gilt insbesondere dann, wenn es sich um eine befestigte Fläche, ähnlich der Fahrbahn, handelt. Was wiederum bei einer Abgrenzung eines Teils der Straße der Fall wäre. Und es handelte sich auch nicht um einen Seitenstreifen, da er nicht neben der Straße läge. Fußgängern, so die Konsequenz daraus, würde eine Sicherheit suggeriert, die nicht vorhanden ist. Vielmehr gebe es dadurch ein zusätzliches Gefährdungspotenzial.

Es gibt in der Nähe des Frotz-Linde-Steins wieder eine neue Bank, auf der man eine Pause machen kann.

Sicherheit für Radfahrer beziehungsweise Fußgänger könne man auf der schmalen Straße – als solche gelten diese, da ihre Breite geringer als 5,50 Meter ist – , wenn man neben der Fahrbahn einen Seitenstreifen bauen würde, der sich deutlich von der Straße abhebe. Dann würden die Straßen zum Fritz-Linde-Stein zwar nicht noch schmaler, aber es wäre Grunderwerb notwendig.
Als Beispiel, wo solch ein Vorhaben nicht gelungen ist, nennt die Verwaltung die Verbindungsstraße zwischen „Westlich Höferhof“ und Padberg.

Dort wurde damals eine weiße Linie auf die Fahrbahn gebracht, um den Schulweg sicherer zu gestalten – eigentliches Ziel war jedoch der Bau eines Gehwegs, getrennt von der Straße. Allerdings fehlte bei den Grundstücksbesitzern die Verkaufsbereitschaft. Ein Gehweg konnte daher nicht gebaut werden. Auch aus diesem Grund empfiehlt die Verwaltung, auf solche Markierungen, die Kosten in Höhe von circa 5000 Euro verursachen würden, auf den Verlängerungen von Thingslinde- und Höherstraße, die dann zusammen auf den Fritz-Linde-Stein zulaufen, zu verzichten.

Keine Abgrenzung eines Fuß- und Radwegs durch eine Markierung, keine Fahrradstraße - auch die Verlängerung der Höherstraße bleibt so, wie sie ist.

Schließlich gab es auch noch die Idee, dort eine Fahrradstraße einzurichten. Das sei jedoch nur dann möglich, wenn die vorherrschende Verkehrsart der Radverkehr sei. Dann müsste eine Teilentwidmung durchgeführt und die Straßen für andere Fahrzeuge gesperrt werden. Doch auf den genannten Straßen sorgten Kraftfahrzeuge für das größte Verkehrsaufkommen, da über diese beispielsweise die Orte Wolzenburg, Eschrich oder Hohenholten und andere erschlossen sind.

Das bedeutet: Die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Fahrradstraße liegen nicht vor. Es wird daher bei der bisherigen verkehrlichen Situation bleiben, sodass Fußgänger, Rad- und Autofahrer rücksichtsvoll miteinander umgehen müssen. Einen kleinen Trost gibt es: An einer der Straßen ist jetzt eine Bank aufgestellt worden, auf der man nun eine kleine Pause einlegen und die Aussicht genießen kann.

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