Kommunalwahl 2020

Generationswechsel in Kierspe: Einige neue Gesichter im Stadtrat

+
Die Stimmenauszählung ergab Verluste für CDU und SPD und Gewinne für die sogenannten Kleinen.

Kierspe - Die Wahl zum neuen Stadtrat von Kierspe zeigt deutlich auf, dass sich in den Fraktionen ein Wachwechsel vollzieht: Ältere beziehungsweise Altgediente, die sich teils seit vielen Jahren für die Stadt engagieren, ziehen sich aus dem politischen Alltag zurück, machen Platz für Neue.

Besonders deutlich wird dies in der Fraktion der CDU: Nicht mehr im neuen Stadtrat sind Herbert Aschenbrenner, Gerd Kleinfeld, Eva Schriever, Bernd Stubenrauch, Jürgen Tofote, Sebastian Tofote und Uwe Treff. Da die Christdemokraten drei Sitze verloren haben, stehen den sieben Fraktionsabgängen mit Alexandra Potthoff, Peter Philipp, Regina Marcus und Jan Brück vier Neue gegenüber.

Ähnlich sieht es in der SPD-Fraktion aus: Karin Derksen, Martin Höhn, Helga Stahl und Sigrun Wolf sind keine Ratsmitglieder mehr. Stefan Kugel, Samantha Witt und Ilka Schumacher sind die Neuen in der Ratsfraktion der Sozialdemokraten. Die SPD hat einen Sitz im Kiersper Stadtrat verloren.

Die UWG, die als einzige eine Wahlparty feierte, hatte auch allen Grund dazu. Denn sie holte diesmal gleich vier Direktmandate. Vor sechs Jahren hatte dies nur Dieter Grafe geschafft, der auch am Sonntag mit 47,14 Prozent das beste Ergebnis der Kandidaten erreichte. Lediglich Regina Marcus (CDU) und Ralf Ullrich (SPD) kamen noch über 40 Prozent. Gleichwohl bleibt es für die UWG bei sechs Ratssitzen, auf denen statt Karl-Friedrich Bengelsträter und Friedhelm Fernholz künftig Dirk Schmale und Steffen Wieland Platz nehmen werden.

Sorgfalt vor Schnelligkeit

Mit Ungeduld hatten besonders die Unabhängigen auf das letzte Ergebnis aus dem Wahlbezirk 15 (Lutherhaus) gewartet, wo Dirk Schmale letztlich das Direktmandat gewinnen konnte. Probleme gab es nach Auskunft von Dorette Vormann-Berg, Leiterin des Sachgebiets Zentrale Verwaltung nicht. Die Wahlvorstandsmitglieder hatten bei der Auszählung der Stimmen „Sorgfalt vor Schnelligkeit“ walten lassen. Deshalb habe es dort ein wenig länger gedauert.

Ein paar Stimmen fehlten

Die Liberalen hatten ebenfalls länger auf das Ergebnis aus dem Lutherhaus gewartet und gehofft, dass sie dort noch die „paar Stimmen holen“, die für einen dritten Platz im Rat gereicht hätten. Dies blieb der FDP-Fraktion jedoch verwehrt, sodass die beiden bisherigen Ratsherren Armin Jung und Nils Dietrich auch künftig ihren liberalen Einfluss geltend machen werden. Dafür freut sich Bündnis 90/Die Grünen über einen vierten Sitz im Rat, sodass sich Detlef Jungmann und Thomas Nies auf Verstärkung durch Anke Pies und Carsten Gregor freuen – denn der Fraktionsvorsitzende Hermann Reyher ist nicht mehr im Rat.

Dies gilt ebenfalls für Vera Maiwurm von den Freien Wählern, obwohl die FWG ebenfalls einen Sitz hinzugewonnen hat. Die bereits erfahrenen Ratsherren Peter Christian Schröder und Jörg Hentschel erhalten in der neuen Legislaturperiode Unterstützung von Wolfgang Sikora und Georg Würth.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare