Corona: Deutlicher Anstieg bei Abfalltonnage

Gebühren in Kierspe steigen

Gebühren - Straßenreinigung - Abwasserbeseitigung - Niederschlagswasser
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Einen leichten Anstieg gibt es bei der Entwicklung der Gebühren von Straßenreinigung und Abwasserentsorgung im kommenden Jahr in Kierspe. Lediglich die Niederschlagswassergebühren werden sinken.

Die Gebühren für die Abfallbeseitigung, Abwasser- und Grundstücksentwässerungsanlagenentsorgung und Straßenreinigung werden in Kierspe steigen. So sehen es zumindest die Vorlagen für die Sitzung des Stadtrats, der am Dienstag, 27. Oktober, ab 17 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule tagt, aus, die auf der Grundlage der neuen Kalkulationen erstellt wurden.

Abfallbeseitigung

Nachdem die Gebühren in den vergangenen drei Jahren konstant geblieben waren, kommt es 2021 wieder zu einem Anstieg, der ungefähr die Höhe der Sätze des Jahres 2017 erreicht. Die Entleerung einer 60-Liter-Tonne wird – vorbehaltlich der Zustimmung des Rats, 144 Euro kosten (bisher 140,16 Euro), die der 80- und 120-Liter-Behälter 191,52 sowie 286,80 Euro (bislang 186,48 sowie 279,24 Euro). Für die 240-Liter-Tonne muss 572,52 Euro (derzeit 557,52 Euro) und für den 1100-Liter-Container 2633,04 Euro (derzeit 2564,04 Euro) bezahlt werden.

Aufgrund der Entwicklung in den vergangenen 20 Monaten wurden in der Kalkulation die Haus- und Sperrmüllmengen mit 4600 Tonnen angesetzt, 200 Tonnen mehr als in diesem Jahr. Der Grund: Mit der Corona-Pandemie habe es einen spürbaren Tonnageanstieg sowohl im Haus- als auch im Sperrmüllbereich gegeben. Das hat zur Folge, dass sich die Kosten für die Mülleinsammlung, des Transports zum Müllheizkraftwerk Iserlohn und der Abfallgebühr an den Märkischen Kreis – 179 Euro wird derzeit für die Verbrennung pro Tonne gezahlt – erhöhen. Noch nicht klar ist, wie sich die CO-2-Abgaben auf diese Kosten auswirken. Gleichwohl wurden Erhöhungen von 2,5 beziehungsweise 2 Prozent einkalkuliert.

Die Entsorgung von Elektroaltgeräten schlägt mit 37 000 Euro zu Buche, von Grünabfällen mit 14 000 Euro und von Altpapier (grüne Tonne) von circa 158 000 Euro. Daran beteiligen sich zwar die Dualen Systeme mit rund einem Drittel, doch die vertraglichen Vereinbarungen laufen Ende 2021 aus.

Abwasserbeseitigung

Auch die Schmutzwassergebühr wird im kommenden Jahr voraussichtlich um 2,8 Prozent steigen. Das bedeutet, dass pro Kubikmeter Abwasser eine Gebühr von 3,71 Euro (derzeit 3,61 Euro) zu zahlen ist. Abwasserverbandsmitglieder zahlen 1,78 Euro (bislang 1,67 Euro). Dagegen können die Gebühren für Niederschlagswasser um 4,8 Prozent – von 72 auf 69 Cent pro Kubikmeter – gesenkt werden.

Straßenreinigung

Die Gebühren für die Straßenreinigung sollen im kommenden Jahr ebenfalls angehoben werden: Die Vorlage sieht vor, pro Meter Grundstücksfront an einer Anliegerstraße 1,71 Euro (derzeit (1,68 Euro), an einer innerörtliche Straße 1,45 Euro (1,43 Euro) und an einer überörtlichen Straße 1,19 Euro (1,18 Euro) zu nehmen. Wesentlicher Grund dafür ist die Preisanpassungsklausel, nach der das Kehrdienstunternehmen mehr Geld erhalten wird.

Die Gebühren für die Straßenreinigung werden voraussichtlich im kommenden Jahr in Kierspe steigen.

Im Übrigen wird die mittlerweile komplett sanierte Straße Bordinghausen als Anliegerstraße in den wöchentlichen Kehrdienst aufgenommen. Eine Probekehrung, so teilt die Verwaltung mit, habe bereits stattgefunden und habe, trotz der teilweise engen Verhältnisse, ein zufriedenstellendes Ergebnis geliefert. Daher könne das Straßenverzeichnis des Kehrdienstes in Kierspe erweitert werden. Natürlich werden künftig die Anlieger von Bordinghausen zu den Straßenreinigungsgebühren herangezogen.

Grundstücksentwässerungsanlagen

Das für die Stadt tätige Abfuhrunternehmen hat den Vertrag zum Jahresende gekündigt. Das hat zur Folge, dass die Entsorgung von einem Kubikmeter Abwasser aus den Grundstücksentwässerungsanlagen nicht mehr 17,98 Euro kostet, sondern künftig 33,92 Euro. Hinzu kommen der Verschmutzerbeitrag – vom Abwasserverband erhobene Umlage für die Nachbehandlung des Grubeninhalts – des jeweiligen Abwasserverbands und der Verwaltungskostenbeitrag der Stadt.

Der Verschmutzerbeitrag bleibt beim Wupperverband konstant auf 63,80 Euro pro Einwohner; beim Ruhrverband steigt dieser von 87,71 Euro auf 88,89 Euro pro Einwohner. Konstant bleibt im kommenden Jahr außerdem der von der Stadt Kierspe erhobene Verwaltungskostenbeitrag.

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